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Antec HD Cooler
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Antec ist einer der wenigen Hersteller, die den Markt nie mit Kaufmodding-Schnickschnack überfluteten oder einen schnelllebigen Produktzyklus an den Tag legten. Stattdessen legte man Wert auf dezente und hochwertige High-End-Komponenten, man denke nur an die Gehäuseserie AMG oder die Neopower-Netzteile. Auch wenn die Kalifornier sich nicht mehr vollständig dem grellen Charme von beleuchteten Netzteillüftern entziehen können, bleiben die zur Zeit vorgestellten, neuen Produkte aber immer dem alten Grundsatz treu. Deswegen widmen wir uns heute auch einem Artikel, dass sicherlich nicht in jedem Rechner zuhause ist - in einer ambitionierten Gaming-Maschine oder einem Heimserver nicht fehlen darf: Dem Antec HD Cooler. Erhältlich ist der Festplattenkühler zu einem Preis von rund 34 Euro bei Frozen Silicon. Lieferumfang - Antec HD Cooler
- 2 x Temperaturfühler samt Klebepad
- 4-Pin-Molex Stromadapter
- Schraubenset
- Fünfsprachige Einbauanleitung
| | Aufgrund des Fehlens von filigranen bis zerbrechlichen Bauteilen geht die simple Blisterverpackung in Ordnung. Die Anleitung auf der Innenseite des darin befindlichen Pappbogens ist entsprechend knapp gehalten, sollte aber dank zweier Schwarzweiß-Abbildungen niemanden vor größere Schwierigkeiten stellen. Technische Eckdaten - HD Cooler
- Abmessungen: 184 x 146 x 47 mm³
- Gewicht: 540 g
- Material: Aluminium
- Lüfter
- Modell: Y.S.Tech FD124020ES
- Abmessungen: 40 x 40 x 20 mm³
- Geschwindigkeit: 5500 rpm (bei 40° C), 4500 rpm (bei 30° C)
- Features
- Zwei Temperatursensoren
- LCD-Display mit Temperaturanzeige
- Temperaturabhängige Lüfterregelung
Aufbau und Verarbeitung Mit den oben genannten Abmessungen entspricht der Antec HD Cooler einem ganz gewöhnlichen, optischen Laufwerk. Trotz der Verwendung von Aluminium ist die Konstruktion verhältnismäßig schwer, was sich durch die Verwendung von recht starken Aluminiumplatten (3 mm und mehr) erklärt. Die Front hat ganz zweifellos ihren coolen Charme - weswegen wir auch auf das Produkt aufmerksam geworden sind. Eine Kühlergrillartige, silberne Netzstruktur wird über die gesamte Breite verdeckt von einem nur leicht transparenten, anthrazitfarbenem Kunststoffdeckel. Unten rechts ist der Antec-Schriftzug eingraviert. Das zentral angebrachte Display ist im ausgeschalteten Zustand kaum sichtbar. Es soll die Temperatur der anschließbaren Temperatursensoren über eine absichtlich simpel gehaltene, zweistellige Anzeige ausgeben. Auf der Rückseite der Frontpartie fallen zunächst die beiden 40 mm-Lüfter ganz links sowie rechts auf. Obwohl Antec dabei auf einen renommierten Hersteller - Y.S.Tech - setzt, lassen 5500 Umdrehungen in der Minute nicht gerade auf Silent-Fähigkeiten hoffen. Dass es leise 40 mm-Modelle gibt, bewies Swiftech vor einiger Zeit mit seinem Black-Labeled-Lüfter auf dem MCX159-Northbridge-Luxuskühler. Sehr intelligent hingegen ist die Positionierung der Lüfter: Zur Hälfte kann die Luft beider Fans direkt über die Festplatte streifen, die andere Hälfte bläst zwischen den dahinter angebrachten Kühlrippen hindurch. Zwischen den Y.S.Tech-Turbinen befindet sich die Steuerelektronik: Zwei Standard-3-Pin-Anschlüsse für die beiden Lüfter, ein Dip-Schalter für die Wahl zwischen Celsius- und Fahrenheit-Skala, zwei Anschlüsse für Temperatursensoren und ein Anschlüss für den beigelegten Stromadapter. In die beiden seitlichen Kühlrippen eingedreht sind die etwas in die Länge gezogenen Löcher für die Montage der Festplatte. Beide besitzen jeweils vier Finnen mit jeweils etwa 2 mm Abstand und 15 mm Tiefe. An der Innenseite sind zwecks Vibrationsdämmung feine Gummistreifen über die gesamte Länge der Festplatte verklebt. Sehr effektiv wirken diese aber nicht. Nach unten abgeschlossen ist der HD Cooler über eine massive Aluminiumplatte, die aber keinen anderen Zweck hat, als die Konstruktion noch stabiler zu gestalten; Kontakt zur Festplatte hat diese nicht. Die Verarbeitung ist Antec-typisch souverän: Das Leichtmetall ist sauber verarbeitet, alle Kanten geschliffen. Alle Schrauben sitzen fest, können aber leichtgängig herausgedreht werden. Wie bereits erwähnt ist die Stabilität dank der Aluminium-Dicke und der Bodenplatte über dem Standard. Installation Eins vorneweg: Die Installationsanleitung ist schlechter als auf den ersten Blick erwartet - die knappe und oft nicht eindeutige Beschreibung verwirrt mehr, als sie hilft. Wir stören uns wohl gemerkt nicht an dem geringen Umfang, sondern viel mehr an der Formulierung. Der Einbau läuft wie folgt ab: 1. Man löse die Bodenplatte und lockere die seitlichen Schrauben, mit denen die Kühlrippen an der Front befestigt sind. Es ist nun möglich, diese seitlichen Elemente etwas auseinander zu ziehen. 2. Die Festplatte sollte nun problemlos mit der Elektronik nach unten und den Anschlüssen nach hinten eingeschoben werden können. Mit den mitgelieferten Schrauben wird die Festplatte seitlich fixiert. Alle Schrauben können nun wieder festgezogen und die Aluminium-Platte befestigt werden. 3. Der Dip-Schalter kann entsprechend der Abbildung in der Anleitung auf Celsius- bzw. Fahrenheitskala eingestellt werden. Dann müssen noch das Stromkabel sowie die beiden Temperatursensoren in die Buchsen auf der Steuerplatine gesteckt werden. Leider ist weder auf der Anleitung noch auf der Platine selbst vermerkt, welche Anschluss für den Festplattensensor und welcher für den Gehäusesensor gedacht sind. Hier können wir zunächst nur raten. Schlecht! 4. Zuletzt kann der HD Cooler in einen freien Laufwerksschacht eingeführt und fixiert werden. Der längere der beiden Sensoren kann an einer beliebigen Stelle im Gehäuse befestigt werden, der kürzere auf der Oberseite der Festplatte selbst. Dazu liegt auch ein ausreichender Klebestreifen bei. Bedauerlicherweise kommt kein durchgeschliffener Stromadapter zum Einsatz kommt, sodass dieser sich vom Festplatten-Stromkabel etwas abzwacken könnte. So werden zwei Stromkabel für die Festplatt benötigt.
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