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Asetek VapoChill Micro "Ultra-Low-Noise" und "Xtreme Performance"
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Auf der diesjährigen Cebit waren sie zwar nur mit einem kleinen Stand vertreten, ihre neuen Prozessorluftkühler traten dagegen fast rudelweise in den zahlreichen Ausstellungs-PCs der namenhaften Hersteller auf. Die Firma Asetek, die sich seit geraumer Zeit mit aufwendigen Kompressorkühllösungen für Heimrechenknechte einen guten Ruf erarbeiten konnte, öffnet nun auch den weniger betuchten oder extrem gesinnten Anwendern ihre Türen und präsentiert mit der VapoChill Micro Familie eine sehr interessante CPU-Kühlentwicklung auf Luft-Basis, die das aktuelle Heatpipeeinerlei der Konkurrenz mit einer Neuauflage der Evaporationstechnik erfrischen möchte. Tweakers4u testet zwei Leistungsversionen des VapoChill Micro für den Athlon 64 und verrät, ob der Asetek eine echte Alternative zu den etablierten 92-mm-belüfteten Kontrahenten darstellt.  Unser herzlichster Dank geht an dieser Stelle an Asetek für die blitzschnelle und unproblemethische Organisation der beiden Modelle "Ultra Low Noise" und "Xtreme Performance" sowie an die Firma Watercooling für deren rasche Übermittlung. Die Micro-Kühler sind im OnlineShop von Watercooling zu Preisen zwischen 35 und 50 Euro in den verschiedenen Leistungsvarianten für alle gängigen Plattformen zu haben. Lieferumfang  | - Asetek VapoChill Micro Kühlkörper
- Entsprechender 92-mm-Lüfter je nach Version
- 4 x Push-Pins
- Wärmeleitpaste am Kühler bereits angebracht
- Montageanleitung in englischer Sprache
- Garantiebroschüre
- Slotblendenpotentiometer
- Verlängerungsadapter 3-Pin
- Adapterkabel 4-Pin
- Montagematerial (Sockel 754, 939, 940)
| Technische Daten - Gesamtmaße (L x B x H): 85 x 103 x 139 mm
- Material: Aluminiumlamellen, Kupferboden
- 3 x 13-mm-Cu-Pipes (98 mm Länge)
- Phasenkühlung mit Kältegas R134a
- Gesamtgewicht: 355 Gramm, 278 Gramm ohne Lüfter
- 150 Watt Wärmeabfuhr maximal
- Fan Controler: 6 bis 12 Volt (1 bis 24 Watt)
- Montierbarkeit: Sockel 754, 939, 940 (Intel-Modelle ebenfalls erhätlich)
- Lüfter: 92-mm, je nach Modell:
- "Ultra Low Noise"; 49,90 Euro
- Panaflo mit geschlitztem Lüfterrahmen
- Maximal 2350 U/min
- unter 28 dB(A)
- Förderleistung 30 m³/h
- "Xtreme Performance"; 39,90 Euro
- Maximal 3800 U/min
- 28 bis 39 dB(A)
- Förderleistung 124 m³/h
- Produkthomepage
Zur Kompatibilität: Der VapoChill Micro ist entweder für die gängigen AMD64 Sockel, für Intels Sockel 478 oder für den Sockel LGA 775 zu erstehen. Je nach Wahl liegt nur das entsprechende Arretierungsmaterial bei - der Kühler selbst ist aber immer identisch. Weiterhin wird der Cooler mit drei verschiedenen Lüftern angeboten: "Ultra Low Noise", "High-End" oder "Xtreme Performance". Uns wurden die Lüfter für den leisen sowie den extremen Lauf übermittelt. Bei der günstigsten, nicht getesteten Variante "High-End" liegt dem Lieferumfang keine Potisteuerung bei. VapoChill Micro im Detail Ohne Schnickschnack, ohne unnötige Verzierungen - so präsentiert sich Aseteks Mini-VapoChill, dessen rustikal anmutendes Erscheinungsbild sich vollkommen dem Funktionsprinzip unterworfen zeigt. Der direkte Kontakt mit der Prozessoroberfläche wird von einer 6 Millimeter dicken Kupferbodenplatte übernommen, welche werksseitig schon professionell mit Silikonwärmeleitpaste versehen ist. Direkt daran schließt sich bereits knubbelartig die große Kühlflüssigkeitskammer an, welche sich in ein kleines Füllröhrchen, das nach dem Eingeben des Kühlmittels irreversibel geschlossen wurde, und in ein horizontales 15-mm-Rohr verzweigt. Letzteres teilt sich dann erneut in drei leicht angewinkelt vertikal verlaufende 13-mm-Pipes, welche die insgesamt 53 hauchdünnen Aluminiumlamellen im geringen Abstand von etwa 1,3 Millimeter tragen. Da diese im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz aber nur recht wenig Kühloberfläche bieten, wirken die ausgeprägten Materialwellungen entsprechend vergrößernd.  Im Inneren dieser relativ weit verzweigten Kapillarkonstruktion werkelt eine spezielle Kühlflüssigkeit nach dem bekannten Verdampfungs-Kondensationsprinzip und transportiert dabei die Wärme in kürzester Zeit von der CPU zu den Lamellen. Die eigenartige Schrägstellung des Radiators resultiert aus der Tatsache, dass die soeben vom gasförmigen in den liquiden Zustand gewechselte Kühlflüssigkeit auch in eingebauter, waagerechter Position des Kühlers im standardmäßig stehenden ATX-Gehäuse von der Schwerkraft angezogen nach unten zurück laufen können muss. Im Vergleich zur konventionellen Heatpipe liegt beim VapoChill Micro der Vorteil, dass die Verdampfungszone direkt und großflächig über dem Prozessorkern beginnt. Außerdem lässt der enorme Phasenraum bedeutend mehr Kühlflüssigkeit zu, als die aktuell in der Prozessorkühltechnik verwendeten 6-mm-Pipes. Schon beim bloßen Schütteln des ausgebauten, kalten Kühlkörpers hört man eine immense Menge der geheimnisvollen Kühltinktur im Rohrsystem tanzen - nur mit viel Fantasie ist Vergleichbares bei den weit verbreiteten Heatpipes möglich.  Für die Lüfteranbringung wurde ein Kunststoff-Fan-Duct erdacht, welcher einfach über den Metallkorpus gestülpt wird - ohne Verschraubung. Dieser unterstützt durch seine Formgebung den ohnehin vorhandenen Neigungswinkel des VapoChill, ist nach unten hin geöffnet und soll zusätzlich einen Luftstrom auf die prozessorumgebenden, elektrischen Bauteile entwickeln. Der Kunststoff-Duct wirkt im Gegensatz zur sonstigen Konstruktion etwas wackelig und zerbrechlich. Die Flexibilität ist aber von Nöten, um die Haube zum Beispiel zur erleichternden Lüfterdemontage vom Kühlkörper zu nehmen. Der Ventilator selber wird über kleine Push-Pins bequem mit dem Duct verbunden. Leider suchten wir diese Stifte im Lieferumfang unseres herkömmlichen Verkaufexemplars vergeblich und mussten daher auf unseren Bestand zurückgreifen. Für den Endkunden ist dieses Fehlen natürlich nicht zu verschmerzen, daher hoffen wir auf einen einmaligen Fauxpas. Die Wahl der Ventilatoren fiel beim Micro nicht nur auf Modelle unterschiedlicher Leistungsklassen, sondern beinhaltet gänzlich verschiedene Grundtypen. Während auf der "Xtreme Performance" Version ein herkömmlicher 92-mm-Axiallüfter mit 4-Pin-PWM-Anschluss arbeitet, setzt das "Ultra Low Noise" Modell auf 3-Pin-anschlüssige Panaflo-Ventilatoren mit geschlitztem Lüfterrahmen, die einen Lufteinzug mit weniger Verwirbelungen und damit weniger Geräuschkulisse ermöglichen sollen - der Glaube versetzt in diesem Fall wieder die Berge. Etwas unklar ist uns allerdings, weshalb die Panaflo-Ausstattung des VapoChill Micro gleich 10 Euro teurer ist, als die herkömmliche Belüftung. Uns sind die Silent-Lüfter bereits von verschiedenen Thermaltake Prozessorkühlern bekannt, welche mitunter insgesamt nur 15 Euro (SilentBoost) oder 25 Euro (SilentTower) kosten - oder verteilt Asetek gezielte Zuschläge im Rahmen der aktuell hohen Nachfrage an leisen Kühlprodukten... ?  Wie dem auch sei, die mitgelieferte PCI-Slot-Lüftersteuerung kann als durchaus brauchbar beschrieben werden. Sie ist lüfterübergreifend verwendbar und hält einen 3-Pin- sowie einen 2-Pin-Anschluss für die mitgelieferten Adapterkabel bereit - je nachdem, ob man seinen Micro direkt am Netzteil oder am Motherboard mit Drehzahlüberwachung anschließen möchte. Der Regelbereich reicht von 6 bis 12 Volt und bietet damit genügend Spielraum, die Wunschgeschwindigkeit und Lautstärke des chilligen Vapos, der qualitativ generell durchweg überzeugen kann, zu justieren. Montage auf Sockel 939 Es gibt sie doch noch! Jene Kühler, die zur Montage nicht den Ausbau der Hauptplatine erfordern. Zwar setzt auch der VapoChill Micro nicht auf das serienmäßige Retention-Modul der Athlon 64 Plattformen (beim Sockel 478 wird das Modul dagegen genutzt), aber eine Verschraubung ohne die montierte Kunststoff-Unterstützung abnehmen zu müssen, ist ja auch etwas Feines.  So muss der Anwender lediglich die zwei Schrauben des Retention-Moduls lösen, die mitgelieferte Montagemetallplatte am Kühlerfuß einfädeln, die Schutzabdeckung vom VapoChill-Boden abnehmen und den bereits mit Wärmeleitpaste vorpräparierten Kühler entsprechend ausgerichtet auf die gereinigte CPU setzen. Dann werden die beiden Schrauben wieder angezogen und der Micro präsentiert sich bombenfest installiert. Um bei der beschriebenen Kühlermontage etwas mehr Bewegungsspielraum zu haben, empfiehlt es sich die Lüfterhaube samt Ventilator erst nach dem Aufbau des Kühlkörpers aufzusetzen. Insgesamt verbringt die geübte Hand maximal drei Minuten mit der Montage - fabelhaft einfach! Aufgrund des geringen Gewichts des Asetek-Sprösslings ist der Transport mit eingebautem Kühler weitgehend unproblematisch.
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