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6 Gamer-Mäuse im Praxisvergleich
Autor:
Martin Eckardt
Publiziert:
15.12.2005
Kategorie:
Komponenten
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Wenn es um die Maus geht, verstehen die wenigsten PC-Anwender Spaß - zurrecht, denn wer sich mehrere Stunden am Tag arbeitend oder dauer-zockend am Rechenknecht beschäftigt, benötigt ein pflegeleichtes Nagetier, das passgenau in der Hand liegt und alle noch so kreativen Bewegungsabläufe bedingungslos digitalisiert. Umso schöner, dass sich der anspruchsvolle User seit diesen Wochen seinen Lieblingsnager aus einer noch größeren Zahl an verschiedensten High-Tech-Mäusen auswählen kann, denn alle bedeutenden Peripherie-Riesen haben, um die Gunst der Enthusiasten buhlend, jüngst ihr Sortiment um extravagantes, ausgefeiltes PC-Getier erweitert. Ob Logitech G5, Razer Copperhead, Microsoft Laser-Mouse 6000 oder Raptor-Gaming M2 - wir testen die aktuellen Speerspitzen der Kabel-Gaming-Mäuse und verraten, ob sich eine Investition jenseits von dpi-Schlacht und Laserabtastung in die mitunter sehr teuren Neuentwicklungen lohnt, oder ob mit den Vorgängern im Format einer Logitech MX518 oder einer Razer Diamondback für deutlich weniger Bares ebenso gut Kirschen essen ist.

Mäuse im Überblick


MS 6000 Laser Diamondback Plasma Copperhead

Hersteller Microsoft Razer Razer
Vertrieb HWSL Nextcool Nextcool
Preis 34,13 Euro 48,91 Euro 68,50 Euro
Abtastung Laser LED Laser
Auflösung 800 dpi 1600 dpi 2000 dpi
Ergonomie Rechts-/Linkshänder Rechts-/Linkshänder Rechts-/Linkshänder
Tastenanzahl 5 7 7
Kabellänge 180 cm 210 cm 210 cm
Gewicht 94 Gramm 90 Gramm 90 Gramm
4-Wege-Scrollrad nein nein nein

MX518 G5 M2

Hersteller Logitech Logitech Raptor-Gaming
Vertrieb RNSystems PC-Systeme Duisburg BBSStore
Preis 40,90 Euro 61,90 Euro 34,95 Euro
Abtastung LED Laser LED
Auflösung 1600 dpi 2000 dpi 2400 dpi
Ergonomie Rechtshänder Rechtshänder Rechtshänder
Tastenanzahl 8 6 5
Kabellänge 180 cm 200 cm 250 cm
Gewicht 108 Gramm 126 bis 158 Gramm 90 bis 110 Gramm
4-Wege-Scrollrad nein ja ja

Ergonomie und Objektivität

Die Bewertung ergonomischer Gegebenheiten der verschiedenen Mäuse kann von uns freilich nur subjektiv angegeben werden und soll somit lediglich als Hinweis dienen. Eine Logitech MX518 liegt für viele Anwender beispielhaft in der Hand und wird folgerichtig als Ergonomie-Primus beschrieben, für Rechtshänder wohlgemerkt. Andere Anwender können sich mit einer solchen vorgefertigten Handpositionierung weniger anfreunden und präferieren aus diesem Grund die etwas freiere Gestaltung der Razer- oder Microsoft-Derivate. Im Endeffekt gehört jede Menge Individualität und Glaube in diese Suche nach der optimalen Passform der nagenden Arbeitsgeräte. Daher heißen wir es ausdrücklich für gut, dass die im Test angetretenen Produkte alle einen herstellerspezifischen, einzigartigen Körperbau aufweisen, um der Individualität der PC-Nutzer beizukommen und raten jedem Mäuseinteressenten, sich seine favorisierten Nager vor dem Kauf kurz zur Brust zu nehmen und seine Hand testend aufzulegen.

Damit wir uns also - als langjährige, bekennende Nutzer der MX500 - bei der Einschätzung der Ergonomie der verschiedenen Mäuse nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen und voreilige Schlüsse abgeben, muss sich jede einzelne Maus im tagelangen Einsatz beweißen. Denn hat man sich erst einmal an die Begebenheiten einer bestimmten Form gewöhnt, lernt man sie zumeist in einem höheren Maße schätzen, als zunächst angenommen.

Testoberflächen

Wie uns während der Testphase auffiel, arbeiten die verschiedenen Mäuse auf differierenden Untergrundbeschaffenheiten teilweise sehr verschieden. Dies betrifft sowohl die Gleiteigenschaften als auch die maximale Präzision und traurigerweise mitunter auch die Funktionstüchtigkeit überhaupt. Daher möchten wir die verwendeten Untergründe, die jeweils stellvertretend für den Großteil der von den Anwendern genutzten Maus-Spielwiesen stehen sollen, in der folgenden Übersicht kurz spezifizieren.

Oberflächen-Betrachtung

Eigenschaften

Everglide Titan "Monstermat" [zum Test]
  • Material: Stoff
  • Oberfläche: Gewebt, leicht strukturiert
  • Farbe: Schwarz
  • Gleitwiderstand: Mittel bis hoch
  • Mausbewegungsgeräusche: Sehr gering
Func F-Serie "F30R" [zum Test]
  • Material: Hartplastik
  • Oberfläche: Rau, stark strukturiert
  • Farbe: Hell- bis dunkelgrau
  • Gleitwiderstand: Niedrig
  • Mausbewegungsgeräusche: Hoch
Wintech Blue-Light USB Hub Mousepad
  • Material: Kunststoff
  • Oberfläche: Glatt, sehr leicht strukturiert
  • Farbe: Schwarz
  • Gleitwiderstand: Niedrig
  • Mausbewegungsgeräusche: Gering
Computertisch mit Holzmaserung
  • Material: Holzfurnier
  • Oberfläche: Glatt, kaum strukturiert
  • Farbe: Hell- bis dunkelbraun
  • Gleitwiderstand: Mittel bis hoch
  • Mausbewegungsgeräusche: Hoch

Günstige Mauspad-Alternative mit USB-Hub?

Wer sich für eine aktuelle Spielermaus um bis zu 70 Euro erleichtern lässt, ist unter Umständen nicht gewillt, auch für das passende Mauspad himmlische Beträge auf den Tisch zu blättern. Eine nette und zugleich effektvolle Alternative zum teuren Hochleistungsmauspad hat uns der Nextcool übermittelt. Dabei übernimmt das Wintech Blue-Light gleich drei Funktionen: Hervorragende Gleiteigenschaften für den Nager, stimmungsvolle Blaubeleuchtung und ein Vierfach-USB-Hub - und das für weniger als 10 Euro.

   

Die Gleiteigenschaft der glatten, leicht strukturierten Kunststoff-Oberfläche kann als durchaus gut und ordentlich flott beschrieben werden. Im Test zeigte sich, dass keine der hier vorgestellten Mäuse - ob Laser oder Optik-Sensor - nennenswerte Probleme mit der Abtastung auf dem Wintech hat. Trotz des geringen Reibungswiderstandes und der gegebenen Führungspräzision kann das Pad allerdings nur eingeschränkt beim munteren, energischen Shooter-Gametest überzeugen. Der Grund: Mit 27 x 19,5 cm sind die Abmessungen nicht wirklich üppig, sodass im Eifer des Gefechts gern mal etwas daneben geht - die Maus versteht sich ;-) Auch die hintere, deutliche Erhebung für den USB-Hub stört beim raumgreifenden Spielen, sodass, trotz guter Rutschfestigkeit des Mauspads, lediglich gemäßigtere Arbeiten am Blue-Light vollführt werden sollten. Hinzu kommt eine spürbare Höhe von etwa 0,6 cm, die sich beim längeren Werkeln im Handballen bemerkbar macht und auch das Anschlusskabel ist mit 1,5 Metern etwas kürzer als erhofft.

   

Fazit: Für 10 Euro bekommt man mit dem Wintech Blue-Light ein ordentlich verarbeitetes Mauspad mit optisch netter Umleuchtung, das zwar ansprechende Gleiteigenschaften mitbringt, insgesamt aber zu wenig Platz zur Entfaltung offen hält. Wer sich aber an einer kleinen Arbeitsfläche nicht stört und ohnehin an USB-Steckplatzmangel auf dem Schreibtisch leidet, kann sich mit dem Wintech-Spross eine günstige Mauspadlösung ins Haus holen. Zu beziehen ist das Exemplar im Nextcool zu den angesprochenen Konditionen.

Nageralarm - welche Mäuse testen wir wo

Seite 2: Microsoft MS 6000 Laser
Seite 3: Razer Diamondback Plasma
Seite 4: Razer Copperhead
Seite 5: Logitech MX518
Seite 6: Logitech G5
Seite 7: Raptor-Gaming M2
Seite 8: Finale Einschätzungen

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