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Levicom WaterCube Rev.2
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Etwas mehr als ein Jahr ist's her, als Corsair und Thermaltake ihre ersten "In-A-Box"-Wasserkühlungen veröffentlichten und damit einen wahren Boom auslösten. Auf der CeBIT 2004 durften wir dann allesamt recht ähnliche Lösungen von Titan, Coolermaster, JetArt und Levicom unter die Lupe nehmen - mit dem Ergebnis, dass Qualität und Leistung erstaunlich hoch waren. Gerade Wasserkühlungsneulinge fanden so einen einfachen und sicheren Einstieg in das Metier. Auf diese Käuferschicht zielt es Levicom auch heute mit der Revision 2 der "WaterCube" getauften Kühlung ab. Ob der winzige Kasten gegen BigWater & Co. eine Chance hat, wird sich in unserem aktuellen Bericht zeigen.
Zum Preis von rund 190,- kann man die Revision bereits bei Caseking erwerben. Wir danken Jet-Computer für die sehr freundliche Bereitstellung. Lieferumfang - Levicom WaterCube Rev.2 Haupteinheit
- CPU-Kühlkörper (Gefräster Tunnelkühler)
- Grafik-/Northbrige-Kühlkörper (Kernkühler)
- 1,75 m transparenter PUR-(Polyurethan-)Schlauch
- Verschiedene Sockelhalterungen für P4, K7, K8 und VGA/NB
- 250ml Antikorrosions-Kühlflüssigkeit (blau)
- 3 Temperaturfühler
- 4 3-Pin-Molex Verlängerungen
- 2 Tüten Silmore Wärmeleitpaste
- Schraubenset
- 4 Gummifüße für externe Montage
- PCI-Blende mit Schlauchdurchführung
- Viersprachige Installationsanleitung
Die Verpackung ist überdurchschnittlich gut gepolstert und hält jedes kleine Teil während des Transportes auf seinem Platz. Die Installationsanleitung ist viersprachig und schildert die Montage anhand zahlreicher Bilder lückenlos.
Technische Eckdaten - Levicom WaterCube Rev.2 LCS
- Material: Aluminium
- Abmessungen: 182 x 150 x 86 mm³
- Gewicht: ca. 1,54 kg
- 80mm-Kupfer-Radiator
- Lüfter:
- Hinten: 80mm-Yate Loon; 2700 rpm, 34 CFM, 35 dB
- Vorne: 80mm-Yate Loon; 2300 rpm, 28 CFM, 29 dB
- Front-Anschlüsse:
- 2 x USB 2.0
- 1 x Mikrofon
- 1 x Lautsprecher
- Features:
- Kühlung von CPU und Northbridge oder VGA-Chip
- Regelung der beiden internen und bis zu vier externen Lüftern
- Drei Temperatursensoren für CPU, SYS und HDD
- Alarmfunktion bei Überschreiten einer Temperatur
- Frontanschlüsse für USB und Audio
Die Haupteinheit
Wie auch bei den direkten Konkurrenten aus den Häusern Titan, Coolermaster und Thermaltake vereint der Levicom-Sprössling alle Komponenten bis auf die Kühlkörper in einem Aluminium-Gehäuse. Mit den Abmessungen von 182 x 150 x 86 mm³ ist die Haupteinheit, welche wahlweise in schwarz oder silber geordert werden kann, ziemlich genau so groß wie zwei übereinander liegende DVD-Laufwerke. Kein Wunder: Neben einer externen Montage im Stile der Aquarius III ist der WaterCube auch für das Einschieben in zwei 5,25"-Schächte vorgesehen. Aufgrund der Materialwahl und der auf Ober- und Unterseite angedeuteten Kühlrippen kann man davon ausgehen, dass das Gehäuse an sich für die Wärmeabgabe mitverantwortlich ist.
Die Front der Blackbox ist annähernd symmetrisch und wundervoll übersichtlich. Rechts findet sich oberhalb von zwei USB-Anschlüssen der Drehregler für die internen Lüfter. Dieser ist weder zu leichtgängig, noch zu straff - die Dosierung sollte perfekt gelingen. Auf der linken Seite sind zwei Buchsen für Köpfhörer und Mikrofon angebracht, sowie - nein, kein zweiter Poti - der Drehverschluss des dahinter liegenden Wasserreservoirs. Darunter befindet sich noch ein Wasserstandsanzeiger im Form einer kleinen Säule, versehen mit den etwas unsinnigen High- und Low-Marken: "Lo" markiert nämlich reservelos die Unterkante, "Hi" lediglich die Oberkante. Zwischen den beiden Bedienfeldern prangt das kontruktionsbedingt mickrige Lufteinlassgitter samt schwarzem Staubfilter dahinter. Außerdem ziert die Front ein gut 5 cm breites Flüssigkristalldisplay mit blauer Hintergrundbeleuchtung sowie natürlich dem Firmen- und Produktschriftzug.
Zweifelsohne weiß die Front zu gefallen. Ob eine Wasserkühlung aber wirklich Audio- und USB-Anschlüsse anbieten muss, ist fragwürdig. Wir hätten diese zugunsten einer noch "cooleren" Optik und eines geschrumpften Kabelbaumes auf der Rückseite weggelassen.
Stichwort Rückseite: Die Kabel, mit welchem die Front-USB-Anschlüsse mit dem Mainboard verbunden werden können, sind sauber ummantelt und an den Enden mit Schrumpfschläuchen versehen. Mit etwa 60 cm Länge sollte auch die Montage in Big-Tower gelingen. Gerne hätten wir aber die optionale Entfernung einzelner Kabelstränge gesehen, falls denn die Frontanschlüsse nicht gewünscht sind. Hinter einem Standard-Lüftergitter verbirgt sich einer der beiden 80mm-Lüfter von Yate Loon (2700 rpm, 34 CFM, 35 dB). Die Schlauchanschlüsse sind mit fest sitzenden Gummikappen versehen, die natürlich entfernt werden müssen, was in unserem Fall nur mit Hilfe einer Zange möglich war. Verwendet werden die bekannten Pneumatik-Anschlüsse ("Plug'n'Cool"), allerdings in einer viel hochwertigeren Vollmetall-Ausführung und nicht wie üblich aus Kunststoff. Auch an Dichtungsringe haben die Levicom-Ingenieure gedacht.
Das Interessanteste ist aber sicherlich die rote Platine: Neben der 4-Pin-Molex-Stromversorgung für die Haupteinheit findet man vier 3-Pin-Molex-Stecker für den Anschluss ebensovieler Lüfter, die parallel zu den beiden internen mit dem Potentiometer an der Front geregelt werden können. Zuoberst angebracht ist eine 20pinnige Jumperleiste: Daran können die mitgelieferten Temperaturfühler für CPU, HDD und SYS angeschlossen, eine Alarm-Temperaturgrenze eingestellt, der Alarm ausgeschaltet sowie das Display zurückgesetzt werden. Folgendes Bild gibt einen Einblick in die genaue Belegung.
Nicht ganz einleuchtend ist die Einstellung der CPU-Alarmtemperatur. Welche Temperatur ist gewählt, wenn sowohl die Pins 5-6 als auch 7-8 kurzgeschlossen sind? Levicom hat aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bedienungsanleitung noch nicht mit derjenigen übereinstimmt, die der Verkaufsversion beiliegt.
Die Vearbeitung lässt keinerlei Wünsche offen. Keine scharfen Kanten, feste Verschraubung, sichere Dichtungen, Kabelummantelung und auch auch eine saubere Lackierung finden wir bei diesem Wasserkühlungs-Komplettset vor.
Werfen wir einen Blick in das Innere unserer Blackbox. Mit vier Schrauben lässt sich die obere Hälfte lösen und entfernen. Trotz des wenigen Platzes sind die Komponenten recht übersichtlich eingebaut. Die Schlauchverbindungen sind so kurz wie möglich gehalten. Der schwarze Staubfilter hinter dem Gitter an der Front ist leider fest verklebt und lässt sich nicht austauschen. Ansonsten wird der vordere Bereich natürlich von den Platinen für das Display und der Wasserstandsanzeige beherrscht.
Das Herz der gesamten Konstruktion ist die Einheit aus Pumpe, Wasserreservoir und Radiator. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Einheit und nicht um Einzelteile: Die Tauchpumpe ist im Wassertank installiert, welcher widerrum den Kupferradiator von drei Seiten umschließt und die flachen Rohre, welche auf zwei Seiten offen und nicht gewunden sind, durchspült. Die Verarbeitung der Radiator-Finnen lässt zu Wünschen übrig - trotz der ohnehin sehr kleinen Oberfläche, sind einige eingedrückt und geknickt. Senkrecht auf den Wasserfluss blasen die beiden Lüfter die erwärmte Luft nach hinten hinaus.
Der vordere Lüfter besitzt anders als der hintere transparente Blades und trägt ein Levicom-Label. Dennoch lässt er sich anhand der Produkt-ID als Yate Loon-Lüfter identifizieren. Mit 2300 rpm, 28 CFM und 29 dB ist er etwas schwächer als der hintere. Beide Lüfter sind durch dünne Moosgummi-Schichten entkoppelt.
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