Startseite
News
Artikel
Tools


Schnellsuche


Werbepartner


Pressemitteilungen


Werbung


Partnerseiten

Geekly
Lianli-Modding
Modding-FAQ
ModdingTech
PQTuning
Technic3D
TwinsByte



Morex Venus 669
Autor:
Chris Bettinger
Publiziert:
17.01.2005
Kategorie:
Gehäuse und Zubehör
Verwandte Artikel:
    Silverstone: SG-01 Mini-Gehäuse, Strider S...
    Sieben PC-Schalldämmungs-Kits im Praxisver...
    Aplus-Case X-Blade Fullsize-Tower
    Antec P180 Traumgehäuse
    mehr ...
BBSStore
VF-700 Cu
22,99 EUR
BBSStore
Scythe Ninja
44,39 EUR
BBSStore
120mm, 800 U/min
8,92 EUR

Seiten | 1 | 2 |   weiterempfehlen | drucken

Mit der Einführung des Mini-ITX-Formfaktors gelang VIA der große Wurf. Seit der Markteinführung vor etwa 3 Jahren wurden Millionen der 17x17 cm² großen Mainboards verkauft und zwar ganz ohne die zahlungskräftige Gamer-Gemeinde. Bezüglich der Rechenleistung können die Zwerge natürlich nicht mit den 3 GHz-Boliden mithalten, aber VIA vermarktete sein Produkt geschickt als Office- und vor Allem wohnzimmertaugliche Multimediaplattform.
Ganz klar: Ein sperriges ATX-Gehäuse ist einfach nicht das passende Gewand für so einen eleganten Unterbau. Mini-ITX-Gehäuse schossen wie Pilze aus dem Boden, doch nur einer der neuen Zweige erfreut sich ununterbrochen großer Beliebtheit: Die Cubes. Forciert durch die Barebones des Herstellers Shuttle begaben sich auch andere Hersteller an die Konstruktion von quaderförmigen Gehäusen - darunter auch unser heutiger Testkandidat: Das Morex Venus 669.

Ein Dank für die Bereitstellung des Testexemplares geht an Stefan Wulhorst von TechCase.de.


Lieferumfang

In der unauffälligen Verpackung von Morex fanden sich:

  • Venus 669-Mini-ITX-Gehäuse
  • Enhance Electronicx 200 Watt-Netzteil
  • Schraubenset

Erfreulicherweise war das Gehäuse zur vollsten Zufriedenheit gegen Transportschäden gesichert. Eine Installationsanleitung - oder zumindest eine Art Beipackzettel - haben wir allerdings schon ein Wenig vermisst.


Aufbau und Verarbeitung

Mit 200x330x225 mm³ hat der 669 ganz Cube-typische Abmessungen. Er ist in silber sowie in schwarz erhältlich. Aufgrund der Voll-Aluminium-Konstruktion (1 mm Stärke) fällt das Gewicht angenehm leicht aus - Gerade für LAN-Party-Gänger ein schlagendes Argument. Auf beiden Seiten befinden sich groflächig Luftlöcher, welche wohl kalter Luft die Möglichkeit zum Einströmen geben sollen.


Die Front ist als einziges Teil aus Kunststoff gefertigt, welches in der selben Farbe wie das Aluminium lackiert wurde. Als Erstes fällt auf, dass das Morex-Case zwei statt nur ein 5,25"-Laufwerksschacht bietet. Wer also auf zwei Laufwerke angewiesen ist, für den gibt es kaum eine Alternative auf dem Markt. Direkt darunter befindet sich der obligatorische 3,5"-Laufwerksschacht. Die Blenden sind wiederum aus Aluminium gefertigt, welche von einer Acrylplatte abgedeckt werden. Zugegebenermaßen findet man diesen Trend immer häufiger (wie erst vor Kurzem bei den Coolermaster-Multifunktionspanels), wir hätten reine Alublenden aber bevorzugt. Unter den Laufwerksschächten befinden sich acht horizontale Luftschlitze, welche von hinten leider mit einer Metallplatte verdeckt werden und deshalb eher als optische Attrappe anzusehen sind. Ebenfalls zwei USB 2.0-, ein Firewire-, Kopfhörer- und Mikrofon-Anschluss haben ihren Platz im unteren Bereich der Front gefunden. Wenn nicht benötigt, lassen sich die sauber ummantelten Kabel aber auch einzeln abnehmen - eine sehr löbliche Lösung. Status-LEDs (Power, HDD), Reset- und Powerknopf sind in zwei säulenartige Reliefs links und rechts der Lüftungsschlitze eingelassen. Einzig der Resetknopf ist nur mit etwas Aufwand zu betätigen, was aber auch wohl im Sinne des Erfinders ist. Durch den symmetrischen Aufbau und die Lüftungsschlitze in der Mitte erweckt das Morex eher eine bullige Optik als die eines filigranen Edelcases.


Das Innere des Gehäuses ist makellos verarbeitet, alle Kanten sauber gefalzt. Die Verwindungssteifigkeit entspricht nicht der eines schweren Stahlgehäuses, für den heimischen Betrieb oder den umsichtigen Transport zu LAN-Parties ist das Gehäuse aber ohne Wenn und Aber geeignet. Der Festplattenkäfig ist um 90° gedreht unter dem 3,5"-Schacht hängend montiert. Durch Lösen einer Rändelschraube kann er komplett herausgenommen werden (was zur Einschraubung der Festplatte auch nötig ist).

Das Morex bietet bis zu zwei PCI-Karten Platz - und zwar Fullsize-PCI! Einige andere Gehäusen haben nur Platz für die seltenen und dafür auch noch teuren Low-Profile-Versionen. Rechts neben den PCI-Blenden befindet sich die Aussparung für die Anschlussblende des Mainboards sowie zwei 40mm-Lüfter. Ob die geringe Fördermenge im Verhältnis zum Lautstärkeanstieg gerechtfertigt ist, wird sich später zeigen. Rätselhaft bleibt, warum ein Lüfter mit 3-Pin-Anschluss und einer mit einem 4-Pin-Anschluss versehen ist. Warum nicht beide mit einem 3-Pin-Y-Kabel versehen?


Als letztes ein Blick auf das Netzteil: Mit 200 Watt gehört es schon zu den größeren Modellen dieses Formfaktors. Die Kabellänge ist natürlich auf das kleine Gehäuse ausgelegt. Vorhanden sind: 12 Volt-Mainboardstecker, 4-Pin-P4-Stecker und zwei Stränge mit jeweils zwei 4-Pin-Steckern (einer davon zusätzlich mit Floppy-Anschluss). Gerade bei diesen engen Platzverhältnissen ist der ungehinderte Luftstrom ein wichtiger Punkt und deswegen wären hier ummantelte Kabel wünschenswert! Das Beste am Netzteil ist aber zweifelsohne die Kühlung: Darin ist nicht wie üblich ein weiterer 40mm-Lüfter installiert, sondern ein leiseres 80mm-Modell. Eher fragwürdig ist aber der Sinn einer von hinten abschraubbaren Lüfterabdeckung, wenn der darunterliegende Lüfter dennoch nicht ohne Verbiegen des Netzteilgehäuses ausgebaut und womöglich ausgetauscht werden kann.

Seiten | 1 | 2





© 2001 - 2006 by tweakers4u.de | Impressum