Startseite
News
Artikel
Tools


Schnellsuche


Werbepartner


Pressemitteilungen


Werbung


Partnerseiten

Geekly
Lianli-Modding
Modding-FAQ
ModdingTech
PQTuning
Technic3D
TwinsByte



Noiseblocker Cool-Scraper 120 Rev. 2.0
Autor:
Martin Eckardt
Publiziert:
19.02.2006
Kategorie:
CPU Cooler
Verwandte Artikel:
    Noctua NH-U9 und NH-U12 im Kühlervergleich
    Scythe: Katana CPU Kühler und Super-Silent...
    Thermaltake Blue Orb II 120-mm-Cooler
    Neuer Champion: Thermalright SI-120 CPU-Kü...
    mehr ...
BBSStore
VF-700 Cu
22,99 EUR
BBSStore
Scythe Ninja
44,39 EUR
BBSStore
120mm, 800 U/min
8,92 EUR

Seiten | 1 | 2 |   weiterempfehlen | drucken

Lange mussten wir auf ihn warten, nun endlich steht er in den Händlerregalen: Der Noiseblocker Cool-Scraper 120 der zweiten Revision. Nachdem der deutsche Spezialist für leise Hardwareprodukte zum Ende des vergangenen Jahres die vielfach prämierte, erste Revision vom Markt nahm und damit vielen Fans Tränen in die Augen trieb, ließ die Neuankündigung einer überarbeiteten Version deren Herzen wieder höher schlagen. Sollte es nun endlich gelingen, den derzeitigen Klassenprimus Scythe Ninja in die Schranken zu weisen? Die von Noiseblocker im Vorfeld getätigten Versprechungen, laut denen bei gleicher Lüfterbestückung bis zu sechs Grad bessere Kühlergebnisse im Vergleich zum "alten" Scraper zu erwarten sein, ließen uns hellhörig werden und voller Vorfreude erste Sektflaschen kalt stellen. Mehr Kühloberfläche, optimierte Lamellenführung gepaart mit einigen findigen Detaillösungen sollen den Scraper Rev.2 in den Kühlolymp befördern - wir schauen ob es gelingt.

Vielen Dank an Noiseblocker für die unproblematische Bereitstellung eines der ersten Serienmodelle. Der Kühler geht in der lüfterlosen Version derzeit für etwa 44 Euro über die Ladentheke. Zusammen mit dem SX1-Ultra-Silent-Lüfter werden knapp 50 Euro fällig - im Vergleich zur High-End-Konkurrenz also ein durchaus angepasstes Preisgefüge.

Lieferumfang

  • Noiseblocker Cool-Scraper Rev.2 Towerkühler
  • Noiseblocker SX1 Ultra-Silent-Fan (sofern nicht lüfterlos)
  • Montagematerial
  • Montagekit für gewünschten Sockel
  • Montageanleitung in deutscher Sprache

Um den Verkaufspreis des neuen Scrapers nicht unnötig in die Höhe zu treiben, werden nicht mehr alle unterstützen Sockel-Montagekits mitgeliefert, sondern nur noch ein entsprechend gewähltes. Später können die Kits aber auch separat erworben werden, sodass ein Plattformwechsel kein Kühlerwechsel bedeuten muss - Noiseblocker spricht hier von absoluter Zukunftssicherheit und verspricht, auch für kommende Desktop-Sockel passende Arretierungsoptionen zu entwickeln.

Technische Eckdaten

  • Noiseblocker Cool-Scraper 120 Rev. 2
    • Hybrid-Towerkühler mit zentraler 25,5 mm Mehrkammerheatpipe
    • 42 Aluminiumlamellen (ca. 126 x 59 mm) mit 2 mm Abstand
    • Maße (B x T x H) inkl. Lüfter: 83 x 126 x 153 mm
    • Gewicht inkl. Lüfter: ca. 590 Gramm
    • Kompatibilität: Sockel 478, 775, 939, 940, 754
    • Freie 360° Drehbarkeit 
    • Entfernbare Air-Stripes für optimale Luftführung
  • Noiseblocker Ultra-Silent-Fan SX1 Rev. 1.2
    • 120-mm-Format
    • Maximal 1200 U/min
    • Förderleistung: 65 m³/h
    • 2,16 Watt, 3-Pin Anschluss

Kühler im Detail

Während die Revision 1 des Cool-Scrapers noch auf dem BAT1 der Firma Coollink basierte und vom deutschen Unternehmen lediglich mit dem hauseigenen Lüfter versehen sowie unter eigenem Namen vertrieben wurde, stellt die Revision 2 eine speziell von Noiseblocker entworfene und fernöstlich exklusiv produzierte Kühlerversion dar. Nichts desto trotz sind die Wurzeln des neuen Scrapers überaus deutlich spürbar, denn das gesamte Design entspricht im Groben der alten Revision.

   

So verfügt auch das neue Noiseblocker-Pendant über eine zentrale, mit 25,5 mm Durchmesser leicht angewachsenere Mehrkammerheatpipe als grundlegendes Wärmeaufnahmemedium. Ab einer Bauhöhe von 25 Millimetern beginnt dann die Lamellenführung mit insgesamt 42 Leichtmetalleinheiten - sechs mehr als beim Cool-Scraper der Rev. 1. Gepaart mit deren deutlich großflächigeren Formierung, die sich vom Fledermausdesign des BAT1 entfernt hat, erhofft sich der Hersteller einen merklichen Performancegewinn. Allerdings schrumpft damit auch der für den Supersilent- oder Passivbetrieb mit geringem Gehäuseluftzug bevorzugt üppigere Lamellenabstand von knapp drei auf nur mehr zwei Millimeter. Dennoch beteuert Noiseblocker, der Cool-Scraper 120 Rev. 2 harmoniere bestmöglichst mit geringem Luftumschlag.

Die Qualität des Gebotenen ist dem Preis entsprechend sehr hoch und liegt im tadellosen Bereich des Vorgängers. 

   

Die größten Veränderungen gab es bei der Ventilierung. Zunächst verfügt der Scraper über zwei seitliche Luftleitschienen, so genannte Air-Stripes, welche den Strom des angebauten Lüfters zielgerichtet durch die Lamellen führen sollen. Für den lüfterlosen Betrieb sind die Stripes zu entfernen, sodass die großräumigere Gehäuseluftzirkulation besser angreifen kann - in der Praxis bringt dieses Detail etwa 1 K Temperaturdifferenz.

Während die erste Revision noch über eine komfortable Drahtbügelhalterung für die Lüfterfixierung verfügte, kommt nun wieder eine herkömmliche Schraubarretierung zum Einsatz, die bei Bedarf eine einfachere Lüfterentkopplung erlaubt.

Auch beim mitgelieferten Lüfter wurde aufgestockt - er hört zwar nach wie vor auf den Namen NB-UltraSilentFan SX1, doch steckt dahinter eine technisch weiterentwickelte Revision des erfolgreichen Qualitätslüfters. Mehr Luftdruck bei gleicher Lautstärke, erzielt durch deutlich geschwungenere Flügelarchitektur, höhere Laufruhe und Lebensdauer durch individuelle Lagerauswuchtung und sechs Jahre Herstellergarantie gehören zu den wichtigsten, vom Hersteller angepriesenen Eckpunkten des optisch ansprechenden Lüfters, dessen erfrischendes Farbkonzept wie der Deckel zum Cool-Scraper-Topf passt.

        

Bereits bei vollen 1200 Umdrehungen pro Minute ist das Laufgeräusch des SX1 bei praxisnahen Abständen kaum noch wahrzunehmen. Unseren positiven Eindruck trüben allerdings die leichten Rasselgeräusche des HP-CAP Kugellagers, die bei einem Qualitätsprodukt dieser Preisklasse nicht auftreten sollten, es defakto aber tun und wohl auf die leider vorhandene Serienstreuung zurückzuführen sind. Ebenso gut hätten wir ein tadelloses, nebengeräuschfreies Exemplar erwischen können, wie es hoffentlich bei dem Großteil der Käufer landet.

Montage

Bei aller optischer und leistungstechnischer Finesse stellt die Realisierung einer komfortablen Montierung für die meisten Herstellern nach wie vor ein unüberwindbares Problem dar. Kaum einem gelingt es, die serienmäßigen Retentionoptionen plattformübergreifend zu nutzen und dem Anwender so eine sorglose, schnelle und unkomplizierte Arretierung der High-Tech-Kühlhardware zu gewähren. Und so baut auch der Cool-Scraper in der Rev. 2 auf exakt das gleiche Montierverfahren wie sein Vorgänger. Wir haben sowohl die Montagekits, bestehend aus je zwei Montageplatten, für den Intel-Sockel 775 als auch die aktuellen AMD Pendants geordert.

Nach dem Ausbau der Hauptplatine und dem Entfernen der vorhandenen Serienmodule werden gemäß der beiliegenden, deutschen Installationsanleitung die Montageschrauben von unten durch die Rückplatte und die Mounting-Holes des Motherboards geführt und von oben mit Rändelmuttern fixiert. Dabei verzichtet Noiseblocker unverständlicherweise auf eine Isolierung der Metallmuttern, die direkt auf das PCB geschraubt werden - zur Sicherheit haben wir hauchdünne Plastikscheiben (siehe Markierung im Bild unten) untergelegt, die sowohl eine mechanische als auch elektrische Beschädigung der sensiblen Leiterbahnen vereilten sollen.

   

Der Cool-Scraper, dessen Arretierungsaufnahme unterdessen mit der entsprechenden Metallplatte versehen wurde, wird nun auf die mit Wärmeleitpaste benetzte CPU aufgesetzt und mit weiteren Rändelmuttern fixiert. Dabei ist vor allem auf ein gleichmäßiges Anziehen der Muttern zu achten, damit der Kühlcore auch wirklich plan auf dem Prozessor aufliegt. Nun kann der Kühler noch nach Belieben ausgerichtet werden: Ein Novum, welches nur der Cool-Scraper bietet - 360°, um eine optimale Anpassung an den Gehäuseluftstrom zu erreichen. Experimentieren zum Ausloten des besten Setups ist also Pflicht!

Deutlich knapper könnte es derweil mit hochbauenden Northbridgekühlern zugehen: In unserem Fall lag die unterste Lamelle des Scrapers bündig auf dem Passiv-Element des MSI-Boards auf - insgesamt unkritisch, höher hätte der NB-Kühler allerdings ebenfalls nicht sein dürfen. Bei der Ausrichtung parallel zum Netzteil ist zudem eine Kollision mit den RAM-Bänken in ungünstigen Fällen nicht gänzlich auszuschließen.

Seiten | 1 | 2





© 2001 - 2006 by tweakers4u.de | Impressum