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NorthQ 3312 Giant UFO im 120mm Kühler Vergleich
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Mit dem Thermalright XP-120 und dem Zalman CNPS7700-Cu konnten wir in jüngster Vergangenheit schon zwei serienmäßige 120mm Kühler in Betracht nehmen und durften feststellen, dass sich trotz grundlegend verschiedener Konzepte keine wirklichen Leistungsvorteile für einen der beiden Award-Gewinner herauskristallisierten. Heute nun stößt der dritte Kühlriese mit dem NorthQ Giant UFO zu unserem Vergleich hinzu und komplettiert somit vorerst unsere Übersicht. Dabei ist der dänische Rundlammellen-Vollkupferkühler der günstigste der drei genannten Kontrahenten und verfügt somit über das Potential, bei entsprechender Fähigkeit, den bekannten Platzhirschen von Thermalright und Zalman die Show zu stehlen. Zudem ist NorthQ-Proband der einzige aktuelle 120mm Kühler, der sich ab Werk neben allen anderen derzeitigen Plattformen auch auf dem Sockel A heimisch fühlt. Die Vorraussetzungen für den 3312 Giant sind also geschaffen, die Großen zu ärgern - ob es letztendlich gelingt, wollen wir herausfinden. 
Ein herzliches Dankeschön gebührt an dieser Stelle Herrn Godulla von NorthQ, der uns ein Muster für einen fairen Vergleich zukommen ließ. Zu erwerben ist der schicke Spross beispielsweise im SilentShop für 42,90 EUR oder bei Frozen-Silicon für 43,95 EUR. Damit kostet er also genau so viel, wie der Zalman CNPS7700-Al/Cu, gut 7 EUR weniger als die koreanische Vollkupfervariante und liegt ca. 17 EUR unter dem Preis der beliebten XP-120 Blacksilence-Version vom SilentShop. Lieferumfang  | Der NorthQ 3312 Giant UFO wird in einer, der Zalman nahezu identischen, Blisterverpackung mit folgendem Inhalt geliefert: - NorthQ 3312 Giant UFO Lamellenkühler
- Mini Lüftersteuerung (5 bis 11V)
- Montagematerial für Intel (478/775) und AMD (462/754/939/940)
- Anleitung in Englisch (Schemazeichnungen)
- Tütchen Silikon Wärmeleitpaste
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Steckbrief - Rundlamellen-ZickZack-Fächer-Vollkupferkühler im 120mm Design
- 2 x 60 Kupferlamellen
- Durchmesser ca. 138mm
- Höhe ca. 65mm
- Komplettgewicht: ca. 785Gramm
- Rahmenloser 120mm Lüfter (Coolerspirit)
- maximal 4 Watt
- Umdrehungen: 1000 bis 2200 U/Minute
- Fördervolumen: 63-130 m³/h
- Lautstärke 12 bis 24dbA
- Multisockel Konzept: Klammer bei SockelA, Retention-Stäbe bei P4, Verschraubung bei A64 / P4 LGA
- Keine Freigabebegrenzung
- Produktwebsite
Kühlkörper im Detail Wer den NQ Giant zum ersten Mal oberflächlich betrachtet, wird gewisse Ähnlichkeiten zum CNPS-Kühlerdesign nur schwer übersehen. Und auch wenn die zu Grunde liegende Idee identisch, die Fertigungstechnik ähnlich ist, gibt es in der Summe noch genügend Unterschiede, die das dänische Fabrikat nicht unter den koreanischen Patentschutz fallen lassen. 
Das optisch prägendste Merkmal stellen zweifelsfrei die wellenartig gezackten Kupferlamellen dar, welche zentral zusammengepresst und anschließend kreisförmig um den entstandenen Kern aufgebogen wurden. Effektiv besitzt der Däne mit 120 hauchdünnen Kühleinheiten 10 Stück weniger, als der CNPS7700-Cu, dürfte dieses Oberflächen-Minus aber durch seine charakteristische Fächerform wieder ausgleichen. Mit 138mm Durchmesser ist der NorthQ-Cooler noch einmal 2mm ausweitender, mit lediglich 65mm dafür um den gleichen Betrag flacher gebaut, als das Zalman-Pendant. Im immer entscheidenderen Kilo-Kampf knüpft der Europäer dem dicken Asiaten knappe 150 Gramm ab. In der Siluette wird deutlich, dass der NorthQ seine Gewichtsersparnis über kleinflächigere Kühllamellen einholt, da er auf die Schneemann-Bauweise im unteren Kühlkörperbereich verzichtet. Positiver Nebeneffekt könnte eine größere Kompatibilität sein, da so sockelnaher Elektronik, vor allem auf dem Sockel A, effektiver ausgewichen wird. 
Beim Streichen mit der Hand über die UFO-Oberfläche fiel auf, dass sie sich deutlich rauer und schärfer anfühlt, als wir es vom Zalman gewohnt sind. Auch im Bereich der Bodenplatte sind die Verläufe der zusammengepressten Einzellamellen teilweise noch deutlich zu erkennen, während wir diese beim CNPS7700 einwandfrei einheitlich vorfanden. Ansonsten darf die Qualität der Verarbeitung auch beim 3312 als hochwertig und fein bezeichnet werden. Konstruktionstechnisch etwas zu bemängeln ist zunächst die Tatsache, dass der eingelegte schwarze Haltebügel sehr viel Bewegungsspiel hat und sich gerne unschön verkantet. Weiterhin wirkt die Lüfterbefestigungsmethodik etwas rustikal, da die dazu erdachten Spitz-Schrauben einfach in die im Bild oben links zu sehenden "Metall-Us" eingedreht werden - ohne Gewinde, ohne genaue Fassung. Ärgerlich zudem: Die Köpfe dieser Lüfterschrauben werden so vom Plastik-Rotoraufsatz verdeckt, dass sie sich beim Herausdrehen - um den Ventilator abzunehmen - unter den beweglichen Lüfterteil setzen, sodass man unter Umständen den Lüfter auf diese Art sogar beschädigen kann. Diesen baulichen Schwächen sollte man sich unbedingt noch einmal annehmen; hier wirkt der teurere Zalman einfach ausgereifter und durchdachter. 
Zum kompletten Lieferumfang des 120mm UFOs gehört ebenfalls eine durchzuschleifende Mini-Lüftersteuerung im Stile der Zalman FanMate1. Ähnlich wie beim Cooltek CT8C-48Cu kann sie ob ihres - in unserem Fall - wackeligen und kleinen Drehknopfes sowie ihres groben Gehäuses qualitätsmäßig nicht mit dem Zalman-Äquivalent mithalten, steht diesem funktionell mit einem Regelbereich von 5 bis 11Volt allerdings in Nichts nach. Eindeutige Vorteile für den Dänen ergeben sich im Bereich der Lärmentwicklung, denn hier zeigt er dem CNPS7700 die leise Schulter. Sowohl im 12Volt Betrieb bei realen 1900 Umdrehungen, als auch im 5Volt Lauf bei knapp unter 1000 Umläufen, klingt der Giant UFO wesentlich harmonischer, da kein unterschwelliges Brummen wie beim Zalman zu vernehmen ist. Insgesamt zeigt sich eine etwas höhere Tonlage, sodass im maximalen Drehbereich fast nur rauschende Luftumschlagsgeräusche wahrzunehmen sind, während sich die Geräuschemission im minimalen Laufbereich auf ein leichtes, sehr leises Rotorklackern beschränkt. Unterm Strich halten wir also eine sehr angenehme, wenn auch deutlich hörbare Laufkultur unter 12Volt sowie eine im eingebauten Zustand nicht mehr wahrnehmbare Geräuschentwicklung unter 5Volt fest. Montage - Sockel A Sehr gefreut hat uns, dass NorthQ seinen Copper-Spross auch für den altehrwürdigen Sockel A fit gemacht hat. Trotz seines Gewichtes, dessen Stellenwert im Übrigen von den meisten Usern in unseren Augen als zu hoch angesehen wird, offeriert der Giant UFO ein sichere und problemlose Montage. Dazu wird zunächst das separate Sockel A Halteklammer-Modul in alle sechs Sockelnasen eingehangen. Dabei ist nur auf die richtige Ausrichtung zu achten, dass die beiden Bohrlöcher und der CPU-Kern auf einer Linie liegen. Ist dies sicher gestellt, wird der 3312-Giant aufgesetzt und mit dem Modul wechselseitig verschraubt. Löblich: Wer keinen Spacer für seinen freiliegenden Athlon-Core verwendet, kann auf die mitgelieferten Kippel-Schutzstreifen von NQ zurückgreifen, die einfach an die Bodenfläche des Kühlers geklebt werden. 
Durch seine vergleichsweise dünne Bauform im unteren Kühlkörperbereich weicht der große Fächerkühler gekonnt allen nahestehenden Elektronikbauteilen aus. Allerdings sollte man je nach Sockelposition darauf achten, dass genügend Freiraum zum Netzteil besteht, da der Kühler mitunter etwas über die Mainboardausmaße hinausragen könnte. Der Zalman CNPS7700-Cu ist im Übrigen mit dieser Halteklammer nicht auf dem Sockel A montierbar, da die Höhen der Arretierungsbügel bei beiden Fabrikaten unterschiedlich ausfallen. Dagegen war es uns problemlos möglich, den CNPS7700 mit der 4-Loch-Befestigung des kleineren CNPS7000 auf den Sockel A zu spannen, wenngleich die umstehende Kondensatorreihe etwas zur Seite gebogen werden musste.
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