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Scythe Kamakiri Kompaktkühler
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In der jüngeren Vergangenheit beschäftigten wir uns aufgrund der aktuellen Marktlage vorwiegend mit den Dicken-Dingern im Prozessor-Kühlsegment aus der 120mm Liga. Für viele weniger extrem gesinnte User gehören diese Wonneproppen bedingt durch Gewichts- und Platzprobleme allerdings nicht unbedingt zur ersten Wahl, sodass deren Fokus eher kompakteren, konventionelleren Modellen gehört. Ein solches sehr platzsparendes, aber dennoch technisch ausgeklügeltes Kühl-Prunkstück wurde uns von der japanischen Firma Scythe übermittelt, die sich bis dato mit dem komplett passiven NCU-2000, der im Übrigen nun in einer erweiterten Sockel 775(T) kompatiblen Version NCU-2005 inkl. 120mm Lüfterklammer erhältlich ist, sowie den ebenfalls von uns getesteten Talent-Kühlern Kamakaze und Samurai einen Namen am deutschen Markt gemacht hat. Der heute vorgestellte Kamakiri stellt das leistungsmäßige Top-Produkt des Herstellers dar und versucht sich mit sechs Heatpipes, einem bisher einzigartigen Lamellen-Lüfter-Lamellen Sandwich-Design gepaart mit einem großen Drehzahlregelbereich und einer plattformübergreifenden Multikompatibilität zu etablieren und sich mit den Besten zu messen. 
Wir danken der Firma Scythe für die Bereitstellung des Testexemplars. Interessenten können den Kamakiri für knapp 40 EUR im Fachhandel zum Beispiel von MRComputertechnik erstehen. Lieferumfang  | Die optisch auffällige Kartonage enthält: - Scythe Kamakiri CPU Kühler
- 80mm Lüfter inkl. Slotblech-Drehpoti
- Diverse Montageteile für Sockel 462/754/939/940/478/775
- Anleitung in englisch sowie japanisch
- Silikon-Wärmeleitpaste
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Technische Daten - 80mm Sandwichkühler mit Aluminiumlamellen und 6x6mm Heatpipes, Cu-Base
- Maße (über alles) BxHxT: ca. 100 x 72 x 110 mm
- Maße Lüfter BxHxT: ca. 80 x 80 x 25 mm
- Typ: SA0825HP12HVR gel-gelagert, max. 6,6 Watt
- Lüfterdrehzahl Hersteller: ca. 1300 U/min- 4600 U/min
- Lüfterdrehzahl real: ca. 1500 U/min- 5300 U/min
- Lüfterlagerung: Gel
- Geräusch: ca. 15,1 dBA - 46,1 dBA
- Volumenstrom: ca. 25m³/h@1300 U/min~102m³/h@4600 U/min
- Gewicht: ca. 655 - 675 Gramm (je nach Sockeladapter)
- Drehzahlüberwachung: ja, über Mainboard
- Produktwebseite
Kühler im Detail Bisherige Heatpipe-Tower-Kühler wie etwa CoolerMasters Hyper6, Thermaltakes PipeTower oder auch der beliebte AeroCool HT-101 basierten allesamt auf der Überlegung, eine große zentrale, parallel zum Motherboard angeordnete Lamellenfront mit einem, respektive zwei außen angebrachten Lüftern sandwich-artig zu ventilieren - mit sehr großem Erfolg, denn diese Bauart gehört zu den leistungsstärksten am Markt. Der Kamakiri dagegen durchbricht dieses Format, schiebt den Lüfter zentral zwischen den Lamellenparts ein und wirbt mit dem Vorteil, sowohl die angesaugte, als auch die auszublasende Luft zur effektiven Kühlung zu nutzen. 
Das Konzept unterteilt sich in zwei grundlegende Baubereiche: Im unteren Viertel dominieren großzügige und grobe Strukturen mit einer 5mm mächtigen, legierten Copper-Bodenplatte und wenigen, großen Aluminiumfinnen zur Wärmeaufnahme und -Übertragung auf die sechs eingelassenen Heatpipes, während im oberen Kühlabschnitt dichtgedrängt filigrane Al-Lamellen zur Abgabe der thermischen Energie an die Umgebung Spalier stehen. Prägendstes Merkmal dieser je 40 auf die Heatpipes aufgesteckten Kühleinheiten ist zweifelsfrei die zackige Außenseite, welche in ähnlicher Form schon beim Samurai-Kühlkorpus anzutreffen ist und in diesem Fall wohl mehr optischen als leistungsabhängigen Charakter trägt. 
Die Einbettung des 80mm Lüfters erfolgt gesteckt ohne weitere Fixierung. Um unschönen Vibrationsgeräuschen vorzubeugen, sichert Scythe den Serienlüfter nach unten mit einer dünnen Gummi-Schicht ab. Die nachträgliche Entkopplung in die jeweiligen Lamellenrichtungen dürfte sich aufgrund der knapp bemessenen Zwischenräume dagegen schwieriger gestalten. Den äußeren Abschluss des gesamten Korpus übernimmt eine mit dem Scythe-Schriftzug verzierte, transparente Kunststoff-Haube. Auch wenn das strikte Quader-Design scythe-typisch nicht vom Hocker haut und ob der silbergrauen Farbgebung eher Tristesse als anziehenden Charme versprüht, wartet der robust-kompakte Kamakiri unterm Strich mit einer guten, der Preisklasse angemessenen Verarbeitungsqualität auf und weis unschöner Scharfkantigkeit oder unsauberer Materialzusammenfügung geschickt aus dem Weg zu gehen. 
Schwachpunkt des Komplettsystems ist eindeutig der gel-gelagerte 80mm Lüfter, der aber rasch je nach Belieben durch ein hochwertigeres Modell ausgetauscht werden kann. Bereits der einfache Versuch im ausgebauten Zustand, den Rotor mit den Fingern leicht anzudrehen, stößt auf deutlich klackernde Widerstände und lässt erahnen, zu was dieser Hypro-Bearing Ventilator im Betrieb fähig sein könnte. Freischwebend mit angelegter 5Volt Spannung und einer Nenndrehzahl von ca. 1500 agiert das gute Stück bis auf seichtes Hintergrund-Klicken noch erstaunlich angenehm und erreicht in diesem Modi unseren Zufriedenheitsstatus, sodass er im alltäglichen Gebrauch bei geschlossenem Gehäuse kaum wahrzunehmen ist. Richtig giftig wird's erst ab mittlerer Drehzahl bis hin zu den finalen 5300 Umrundungen pro Minute. Ungestörte Konzentration und Gedankenfindung am derart beschallten Arbeitsplatz ist auf die Dauer nicht möglich. Dominant sticht speziell das relativ hochfrequentierte Rotorengeräusch aus dem stark rauschenden Betriebsgeräusch heraus. Im Kühlkorpus eingeschoben verstärkt sich der geräuschintensive Luftumschlag in höheren Drehzahlen erheblich. Aus diesem Grund empfehlen wir, den mit Kamakiri stets über das enthaltene rückseitig per Slotblech auszuführende Dreh-Potentiometer im unteren Laufbereich zu manövrieren. Unschön: Alle Kabel sind fest im Lüfter integriert. Da der grob-rotorische Ventilator im maximalen Revolutions-Bereich gut 6 Watt verspeist, erfolgt die Spannungsversorgung per durchgeschleiftem 4Pin Molex. Eine zusätzliches 3Pin Drehzahlsignal ist aber ebenfalls vorhanden. Alle Kabel besitzen eine mehr als ausreichende Länge.
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