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Thermalright XP-120 trifft auf Thermaltake Fanless103
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"Make it supersized" - diese Devise gilt nicht nur für die Taillenumfänge unserer amerikanischen Freunde, sondern findet auch im CPU-Kühlersegment Anwendung. Kaum fand man sich damit ab, 80mm Lüfter auf seinem Kühler zu installieren, schossen die ersten Hersteller mit 92er FAN-Kantenlänge auf den Markt. Aktuell befinden wir uns sogar im Übergang zu 120mm Designs. Diesem Trend kann sich auch Klassenprimus Thermalright nicht entziehen und fertigte als einer der ersten einen Kühler mit besagter Lüfterfassung - den XP-120. Entgegen der allgemeinen Tendenz, Kupfer als den Werkstoff überhaupt einzusetzen, entschied man sich allerdings auf ein extrem leichtes und flaches Baukonzept inklusive fünffach Heatpipeausstattung. Als unkonventionelles Gegenstück und Vergleichsbasis haben wir den Thermaltake Fanless 103 zu Rande gezogen. Der eigentlich lautlose Award-Gewinner aus dem früheren Noiseless-Vergleich zeigt sich aufgrund seiner großen Kühlfläche und der extensiven Heatpipenutzung als geeigneter Kontrahent, zumal Layout und Materialwahl im totalen Gegensatz zum Thermalright XP-120 stehen. 
Ein erneut dickes Lob gebührt dem SilentShop für die unkomplizierte und rasche Bereitstellung des Thermalright XP-120. Der Kühler ist dort schon für unter 50EUR zu erstehen und kann mit beliebigen 120mm Lüftern bestückt werden. Lieferumfang  | Auslieferung erfolgt im gut gepolstertem Thermalright Karton - XP-120 Kühlkörper
- zwei Lüfterklammern, "rubber strips"
- K8 Retention Modul, Schrauben
- Thermalright Sicker
- Silikon Wärmeleitpaste (Spritze)
- P4/K8 Montageanleitung (engl.; Schemaskizzen)
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Steckbrief - Material: Kupferbodenplatte, Aluminiumlamellen
- Komplett vernickelt
- Maße (w/o Fan): 110 x 125 x 63mm
- Gewicht: ca. 370g
- Geeignet nur für 120mm Lüfter div. Bauhöhe
- "Easy Install" auf allen A64 und P4 Sockeln (478/754/939/940)
- Freigabe je nach Lüfter ohne Einschränkungen
- Motherboard Kompatibilitätsliste
Kühlkörper im Detail Zalman's neuer 120mm Komplettkühler CNPS7700Cu bringt fast 1Kilogramm auf die Waage, sein berühmter Vorgänger CNPS7000Cu ist knappe 700Gramm schwer. Cooler Master's Spitzenkühler Hyper 6 presst sich mit wahnwitzigen 1100Gramm auf den CPU-Headspreader, der Hyper 48 aus gleicher Schmiede wiegt beinahe 900 Gramm, genau wie Thermaltake's CoolTower. Die speckigen Kilo-Kühler ließen in der Vergangenheit keinem fliegengewichtigen Konkurrenten auch nur den Hauch einer Chance. Die Tendenz ist daher eindeutig und jeder Hersteller hat sie erkannt: Wer gut kühlen will, braucht Masse - je mehr desto besser. Fast frech muss da wieder einer aus dem allgemeinen Strom heraus brechen, um wieder alles anders zu machen. Auch wenn man es ihm beim bloßen Betrachten nicht ansieht und angesichts der Größe und Zielstellung kaum glauben mag: Der Thermalright XP-120 tritt mit magersüchtigen 370Gramm an, der heavy-weight Copper-Gemeinde das Fürchten zu lehren. 
Die Basis des XP-120 wird von einer 41x54mm Kupfergrundfläche gebildet, die in ihren flügelartigen Ausläufern die Befestigungsclips für die Einrast-Montage trägt. Die Bodenplatte ist etwa fünf Millimeter mächtig und enthält fünf halbrunde Längseinkerbungen, in welche die Heatpipes gelegt und entsprechend verlötet wurden. Von der Grundfläche ausgehend bilden die Hälfte der insgesamt 52 in Baukastenart zusammengefügten Aluminium-Lamellen einen nach oben auslaufenden Pyramidenstumpf mit etwa 33mm Höhe, welcher sich im Anschluss in die eigentliche 97x125mm große Hauptkühlfläche verläuft. Ziel dieses geschickt zweiteiligen Designs ist es natürlich, sockelnahe Elektrobauteile einfach zu übergehen und kollisionsbedingte Inkompatibilitäten so weit wie möglich zu unterbinden. 
Ganze fünf 6mm Heatpipes - beim letzten Heatpipekühler des Herstellers SP97/SP94 waren es nur drei - sind beauftragt, die Wärme an der Kupferbodenplatte nach dem bekannten Verdampfungs-Kondensationsprinzip aufzunehmen und in den gut belüfteten Oberteil zu transportieren. Der dort befindliche, wellenartig geschwungene Lamellenverlauf unterstützt die optimale Luftstromausnutzung mit angemessener Abstandeinhaltung. Für Anhänger des peniblen Leiseseins legt Thermalright noch zwei so genannte "rubber strips" bei, welche an der Lüfterauflagestelle des Kühlkörpers festgeklebt werden, Vibrationen eindämmen und für festeren Halt des Ventilators am Kühlkörper sorgen sollen. Entgegen der multioptionalen Befestigung von Lüftern unterschiedlicher Kantenlänge bisheriger Thermalright Kühler, ist der XP-120 exklusiv für 120mm Fans ausgelegt. Die Befestigung dieser geschieht mit den bekannten Klammerdrähten auf sichere und einfache Art und Weise. Aus vorherigen Fabrikaten ist uns allerdings bekannt, dass diese Drähte bei sehr häufiger Benutzung und Konfigurationsänderung mit der Zeit etwas ihre Spannung verlieren können. Beim normalen Gebrauch dürften aber keinerlei Ermüdungserscheinungen auftreten. Erfreulich ist, dass die Bauhöhe des eingesetzten Lüfters keinerlei Beschränkungen unterliegt (in Dtl. sind 120mm Lüfter ohnehin fast ausschließlich 25mm hoch), da die Klammern in die unteren Bohrungen greifen. Dies schließt allerdings gleichzeitig die problemlose Montage von seltenen Lüftern aus, deren gegenüberliegende Bohrlöcher nicht offen liegen, sondern durch eine Plastikhülse miteinander verbunden sind (u.a. Modelle von Sharkoon, MRComputertechnik). 
Der Verarbeitung des XP-120 kann man nichts Negatives nachsagen, denn hier wurde in gewohnter und in Anbetracht des stattlichen Preises erwarteter Thermalright Qualität zu Werke gegangen. Einzig und allein das schwach glänzende Nickelkleid zeigt sich bei zu exzessiver Fettfinger-"Behandlung" etwas nachtragend.
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