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Thermaltake Beetle und Asus Star-Ice
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Geräuschmessung Um die subjektiv empfundenen Geräusch-Kulissen in vergleichbaren Werten zu hinterlegen, kommt ein Voltcraft 320 Schallpegelmessgerät zum Einsatz, dass den vom Kühler ausgesendeten Schalldruck in einem Bereich von 30 bis 130 Dezibel nach den bekannten A-Bewertungskurven misst. Da weder Umfang noch Ausstattung gängigen Laborstandards entsprechen, sollen die angegebenen Resultate mehr als vergleichbare Orientierung, weniger als absolut angesehen werden. Alle von uns getätigten Schallpegelmessungen laufen nach dieser, von der DIN abweichenden, Anordnung ab:  Die Grundlautstärke des Messraumes bei subjektiver Stille betrug 30,6 dB(A).  Deutlich zu erkennen, dass sich die heutigen Turbinen-Protagonisten im 12 Volt Modus deutlich rabiater auf die Gehörgänge legen, als die gigantischen Leisetreter aus unseren 120 mm Vergleichen. Wie beschrieben gelingt es dem Thermaltake Beetle aber zumindest unter 5 Volt, in sehr vorzeigbare Silent-Regionen vorzustoßen, wohingegen der Star-Ice selbst im Minimal-Modus noch ordentlich Krach macht. Impressionen bei Dunkelheit  Von der Tatsache abgesehen, dass sich bei unserem Star-Ice Exemplar nur eine Diode zum Leuchten verleiten lassen wollte, hat je nach Auffassung auch im Dunkeln das Thermaltake-Pendant etwas mehr zu bieten. Das dezent hinterlegte Käfer-Outfit sieht einfach ausgeflippter aus, als das eisig-blau strahlende Asus-Firmenlogo. Nichts desto trotz hat jeder gute Geschmack irgendwann seine Grenze erreicht, denn das frequentierte Farbwechselspiel beim Beetle steuert nicht gerade zur Konzentrationsfähigkeit am Arbeits-PC bei. Montage: TT Beetle - Sockel A: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 754 / 939 / 940: Doppelt-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 478: Per Retention-Modul > Mainboardausbau nicht nötig, aber empfehlenswert (Platzverhältnisse)
- Sockel 775: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
Um Himmelswillen - Thermaltake!? Was ist das denn für eine abenteuerliche Montageform für den Sockel 478? Während alle anderen Plattformen eine recht sichere Verschraubung erfahren, scheinen sich die Taiwanesen bei der Konzeptionierung für den beliebten Pentium 4 Sockel im Vollrausch befunden zu haben.  Zunächst erst einmal muss das Motherboard nicht zwangsläufig ausgebaut werden, da auf das Retention-Modul zurückgegriffen wird - wir empfehlen es aufgrund der beengten Platzverhältnisse dennoch. Nun wird ganz einfach eine lange Metall-Zunge in die Führung zwischen den Heatpipes eingelegt. Im Anschluss daran werden die beiden Befestigungs-Clips in die Ösen des Retention-Moduls eingefädelt, sodass sich deren zentrale Bohrungen je über den beiden Enden der Metall-Zunge befinden. Nun werden zwei dicke Sechskant-Schrauben mit dem beigelegten Imbus-Schlüssel in diese Bohrungen eingedreht und sollen allein durch den daraus resultierenden Anpressdruck den knapp 600 Gramm schweren Käfer sicher am Sockel halten. Weder die Bodenplatte des Kühlers, noch die sehr kurze Metall-Zunge verfügen über irgendeine Art der Seitenführung, sodass sich das Provisorium bei ruckartigen Bewegungen im schlimmsten Fall vom Sockel lösen könnte, da der Kühler verrutscht und die Zunge einfach neben den Schrauben hochspringt. Der User muss bei der müßigen Montage also immer bedacht sein, die richtige Ausrichtung und Positionierung aller Teile ständig zu überprüfen, da es sich um eine sehr wackelige und knapp bemessene Angelegenheit handelt. Unter Umständen hilft es, wenn man die Metall-Zunge mit etwas Tesa-Klebeband an den Kühlerboden heftet, damit sie nicht immer hin und her wackelt. Montage: Star-Ice - Sockel A: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 754 / 939 / 940: Doppelt-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
- Sockel 478 / 775: Vierfach-Motherboardverschraubung > Mainboardausbau nötig
 Zwar wird beim Asus-Kühler das Thema Sicherheit größer geschrieben, als beim Harakiri-Käfer, doch ohne übertreiben zu wollen, gehört auch die Montage des Star-Ice zu den umständlichsten und kompliziertesten, die uns bisher unterkam. Sie erfordert neben ausreichend Zeit und einer ausgeprägten Selbstbeherrschung eine ordentliche Portion Fantasie beim Enträtseln der beigelegten Montageanleitung. In unserem Fall der Sockel 478 Montage bedarf es zunächst der Entfernung des serienmäßigen Retention-Modules. Im Folgenden wird die Rückseite des Motherboards mit den doppelt isolierten H-Platten ausgestattet, in welche dann forderseitig die entsprechenden Cu-Bolzen fixiert werden. Nun wird der kleinere H-Steg einseitig mit einer Asus "Z-Platte" verschraubt, in die Vorrichtung auf der Kühlerbodenplatte eingelegt und auf der anderen Seite mit der zweiten "Z-Platte" versehen. Jetzt kann diese wackelige Anordnung auf der mit Wärmeleitpaste benetzten CPU ausgerichtet und schließlich mit dem beigelegten Sechskant-Schlüssel bis zum Fixpunkt für optimalen Anpressdruck verschraubt werden. Den Applaus nach gelungener Installation gibt's gratis!  Aufgrund des hohen Gewichtes und des extrem ungünstigen Schwerpunktes sei eine extensive Rechner-Bewegung genau wie beim TT-Beetle nicht angeraten. Temperaturmessung Unsere Testplattform sowie unser Testprocedere für die Temperaturmessungen bleiben im Vergleich zu den vergangenen Kühlertests unangetastet, sodass wir uns eine komparative Gegenüberstellung der Messwerte aufgrund nahezu identischer Bedingungen erlauben, dessen Gültigkeit ein erneuter Stichproben-Testlauf mit dem Zalman CNPS7700-Cu rechtfertigte. - P4 Prescott 2,8GHz @ 3,22GHz (Vc: 1,42V)
- Abit IC7 (Intel 875P) Sockel 478
- Yeong-Yang Midi-Tower YY-5601 - geschlossen - keine Belüftung (rückwandige 120mm Öffnung abgedichtet)
- Antec SmartBlue 350W Netzteil mit 92mm Bodenventilator
- Terratec Mystify FX5800 Ultra
- Raumtemperatur: ca. 23°C
- Windows XP Prof.
- Silikon Wärmeleitpaste
Der Ablaufplan, bevor wir die Temperaturtests starten, sieht zunächst je eine zweistündige Gehäuseaufwärmphase vor, die mit allerlei auslastenden Applikationen (Aquamark3, Toaster etc.) gespickt ist. Daran schließen sich eine 30-minütige Lastphase mit unserem Tweakers4u Toaster II in zwei Instanzen (da HT aktiviert) gefolgt von einer 15-minütigen Leerlaufphase an. Die je höchsten und niedrigsten per MotherBoard-Monitor ausgelesenen Werte werden notiert.  Erschreckend: Trotz nahezu optimaler Unterstützung durch den saugenden 92 mm Netzteillüfter sind beide Kühler mit den von uns an sie gestellten Aufgaben völlig überfordert - zumindest bei verträglichen Lautstärken im 5 Volt Lauf. Ansonsten reihen sie sich angesichts der sehr hohen Umdrehungszahlen im Mittelfeld unserer Gegenüberstellung ein. Vor allem der Star-Ice zeigt deutliche Probleme, trotz höheren Drehzahlen und Vollkupferlayout, Anschluss zu halten. Dagegen müssen CPUs mit Käfer-Kühler im unteren Drehbereich um ihr Leben bangen, hier dringt fast kein Lüftchen mehr zwischen den Alu-Lamellen hindurch.  Einschätzende Worte Beide Hersteller haben sich bei diesen Paradiesvögeln wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Ohne großartig ausschmückende Worte zu suchen, sind beide Protagonisten in keiner Weise zu empfehlen. Vermag der Thermaltake Beetle vielleicht noch optisch zu gefallen, so sollte doch die unsaubere Lamellenverarbeitung und die verantwortungslos gefährliche Sockel 478-Montage zu denken geben. Auch Asus hat sich mit dem Ausflug ins Kühlersegment keinen Gefallen getan: Zwar stimmt die dargebotene Qualität einigermaßen, doch stundenlange, komplizierte Montageakte und zweideutige Anweisungen im Manuel schrecken auch hier ab. Erschwerend kommt hinzu, dass beide Kühler ihre eigentliche Hauptaufgabe, nämlich das Frischhalten der werkelnden Silizium-Schaltungen, nur sehr stiefmütterlich erfüllen. Denn reguliert man die Lüfter auf ein erträgliches Maß, so wird schnell die thermische Schmerzgrenze gängiger, leistungsfähiger Chips erreicht und sogar überschritten. Versucht man dagegen die maximale Leistungsfähigkeit der Spielgefährden auszureizen, muss man sich mit alltags-untauglichen Lärmbelästigungen abfinden. Fazit: Der Asus-Cooler ist weder "Star" noch "Ice" und Thermaltake beweist, dass der PC kein Platz für Ungeziefer darstellt. Wir raten daher eindeutig Abstand von den hier gezeigten Kühlern zu nehmen, egal zu welchem Preis sie letztendlich angeboten werden.
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