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Userreview: Thermaltake Silent 775
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Zum Ende des vergangenen Jahres konnten wir mit dem Samurai Rev. B der Firma Scythe erstmalig einen sockelübergreifenden User-Test mit von uns gestellten Produkten anbieten. Da dieser überaus positiv verlief, bekam nun ein weiterer Tweakers4u-Leser die Chance, einen Kühler unter seine kritischen, unverblümten Fittiche zu nehmen. Dabei handelt es sich in doppelter Hinsicht um eine Premiere: Zum einen entsprangen die folgenden Texte von Markus Schiefer einer österreicherischen Feder, zum anderen heißen wir mit dem Thermaltake Silent 775 den ersten reinen Sockel "T" Kühler auf Tweakers4u willkommen. Ob es sich lohnt, zum günstigen Taiwanesen zu greifen?  Lieferumfang Die Verpackung ist sehr einfach gehalten. Der Kühler kommt mit vormontiertem Lüfter und einem Tütchen Wärmeleitpaste. Einbauanleitung gib es keine. Technische Daten - Al/Cu Hybridkühler im 80mm Design
- Dual Heatpipe (6mm Durchmesser)
- Maße: 82.61x76x45mm
- Lüfter: 90x90x25mm, temperaturgesteuert
- maximal 2500 Umdrehungen/Minute
- maximal m³/h
- lineare Regellinie von 5 bis 12 Volt
- Lautstärke: maximal 21dB(A)
- Gewicht: 552 Gramm
- Freigabe: Sockel 775 alle CPUs
- Produkthomepage
Erster Eindruck Der Thermaltake Silent 775 macht einen soliden und stabilen Eindruck. Die Verarbeitung ist optisch recht ordentlich. Besonders die massive Kupferbodenplatte fällt sofort ins Auge. Mit ca. sechs mm Stärke ist sie recht massiv ausgeführt. Sie ist sehr gut bearbeitet und weist keine Unebenheiten auf. Jedoch wurde darauf verzichtet, das doch etwas weiche Kupfer vor Beschädigungen zu schützen. Eine Schutzfolie wäre hier sicher nicht verkehrt. Die Aluminium- Kühlrippen sind ebenfalls ganz ordentlich gefertigt, einzig die Befestigungswinkel für den Lüfter sind etwas filigran geraten.  Die beiden 6mm Heatpipes werden seitlich aus der Bodenplatte herausgeführt und durch einen Rundbogen zurück in die Kühlrippen geleitet. Die Heatpipes durchlaufen die Kühlrippen in etwa 3,5cm Abstand zur Kupferplatte. Zum Anschluss an das Mainboard dient ein dreipoliger Molex- Stecker. Der 90mmLüfter hat eine konische Form und ist transparent. Um den Kühler zu befestigen werden vier Springfederschrauben durch die Kupferplatte mit der Backplate verschraubt. Testsystem - Gigabyte GA-8I915G Pro
- P4 530 3,0 GHz Sockel 775
- 2x 256MB DDR- Ram Dual- channel
- 160Gb Samsung SpinPoint P80 Sata
- Tagan NT 380W####P4.XMLTAG###:namespace prefix = o />
- Gehäuse: Standard No Name
Einbau  Der Einbau des Kühlers erfordert den Ausbau des Mainboards, da der Thermaltake Silent 775 mit einer Backplate am Mainboard verschraubt wird. Die Ausrichtung des Kühlers ergibt sich beim Testboard aus der Lage einiger Kondensatoren des Spannungswandlers. Bei einer falschen Ausrichtung liegt die massive Kupferbodenplatte nicht richtig am Prozessor auf und berührt die Kondensatoren. Bevor der Kühler montiert werden kann sollte man noch den Lüfter abnehmen, denn sonst können die Schrauben nicht optimal erreicht werden. Man müsste dann den Schraubendreher schräg ansetzen und das erlaubt einem nicht die Sprungfeder niederzudrücken. Jetzt muss noch die mitgelieferte Wärmeleitpaste aufgebracht werden. Auch hier hätte man ein Hilfsmittel beilegen können. Eine ausgediente Kreditkarte erfüllt denselben Zweck. Setzt man nun den Kühlkörper auf die CPU, erreichen die Schrauben noch nicht ganz das Gewinde der Backplate und so verrutscht der Kühlkörper beim genauen Ausrichten etwas. Die Schrauben können durch Begrenzungsscheiben an den Schrauben nicht zu fest angezogen werden. Bei etwa 5 Umdrehungen ist Schluss und der Kühler sitzt fest am Prozessor auf. Die Schrauben sollte man abwechselnd diagonal mit jeweils zwei Umdrehungen anziehen. Der Anschluss erfolgt am vierpoligen Lüfteranschluss des Mainboards.  Temperaturmessung Verwendete Programme: - CPU Auslastung: Tweakers4u Toaster 2 in zwei Instanzen
- Auslesen der Werte: Everest Home Edition 1.51.195
Da der Toaster meine CPU nur zu 50% auslastet, habe ich einfach eine zweite Instanz vom Toaster gestartet um eine 100%- ige Auslastung zu erreichen. Das ermöglicht es aber wiederum den Kühler auch bei einer 50% Auslastung zu testen. Zeit [min] | TT Silent 775 CPU-Temp. [°C] | (Drehzahl) [U/min] | Intel Boxed-Kühler CPU-Temp. [°C] | (Drehzahl) [U/min] | | Leerlauf (0% Auslastung) | | 28 | 1700 | 38 | 1500 | | 50% CPU-Auslastung | | 5 | 47 | 1900 | 40 | 1680 | | 10 | 48 | 1980 | 40 | 1700 | | 15 | 49 | 2000 | 42 | 1800 | | 20 | 50 | 2000 | 42 | 1800 | | 60 | 50 | 2000 | 42 | 1800 | | 100% CPU-Auslastung | | 5 | 47 | 1900 | 50 | 1950 | | 10 | 48 | 1980 | 50 | 2250 | | 15 | 49 | 2000 | 50 | 2600 | | 20 | 50 | 2000 | 50 | 3100 | | 60 | 50 | 2000 | 49 | 3850 | | Fazit und kritische Einschätzungen Ich möchte das Fazit des Tests nicht ganz so objektiv durchführen wie das normalerweise bei Hardwaretests so üblich ist. Vielmehr möchte ich meine persönlichen Eindrücke wiedergeben und das so kritisch wie möglich. Für einige Leser werden manche meiner Kritikpunkte gar kein Anlass zur Kritik darstellen, dafür aber wird sicherlich so manch positiv hervorgehobenes Detail wiederum negativ bewertet werden. Doch das kann dann jeder für sich selbst entscheiden. Der Lieferumfang des Thermaltake Silent 775 ist auf das notwendigste beschränkt. Das Fehlen einer ausführlichen Einbauanleitung wäre noch zu entschuldigen wenn es dafür ein entsprechendes Angebot auf der Hersteller- Homepage geben würde. Aber Fehlanzeige. Auch auf Thermaltake.com ist zum derzeitigen Zeitpunkt nichts zu finden. Vielleicht folgt in geraumer Zeit noch ein brauchbares Manual. Ebenfalls zu bemängeln ist die Verpackung. Es sind keinerlei Vorrichtungen zum Schutz der empfindlichsten Teile des Kühlers. Die Kupfersohle muss gänzlich ohne Schutzfolie auskommen. Der Einbau erweist sich dank der fehlenden Einbauanleitung als zunächst etwas schwierig. Erst nach genauem studieren der Kühlerausrichtung, Backplateanbringung und der Sprungfederschrauben kann es losgehen. Wie schon erwähnt muss zunächst das Mainboard ausgebaut werden um auf dessen Rückseite die Backplate anbringen zu können. Bei einem Kühlergewicht von 552g ist das nicht ganz zu verstehen. Die Montageclips des Boxed- Kühlers sind da wesentlich komfortabler, da man diese nur von vorne in die Montagebohrungen stecken und einrasten lassen muss. Positiv sind dann wenigstens die speziellen Sprungfederschrauben mit der Sicherung gegen zu festes Anziehen der Schrauben. Der Kühler liegt so plan auf und wird nicht verkantet. Durch seine Bauweise und des von oben blasenden Lüfters ist auch gewährleistet, dass die Elemente des Spannungswandlers mitgekühlt werden. Ein großes Plus, den laut Intelspezifikation müssen die Kondensatoren des Spannungswandlers vom CPU-Kühler mitgekühlt werden. Das Anbringen eines Wärmeleitpads, wie es beim Originalkühler der Fall ist, wäre auch vorteilhafter als eine schmierige Paste. Alles in Allem ist der Einbau sehr kompliziert und nichts für Ungeduldige. Die Benchmarks zeigen ganz objektiv die Leistung der Testkandidaten. Die Kühlleistung des Thermaltake und des Intelkühlers halten sich bei 50% CPU Auslastung annähernd die Waage und auch bei 100% verhält es sich nicht anders. Der original Intel Kühler hält die CPU sogar wenige Grad kühler als das Thermaltakeprodukt. Mit 50°C ist die Kühlleistung nicht überragend aber durchaus ausreichend. Natürlich würde hier eine bessere Kühlleistung auch einen leiseren Betrieb bedeuten. Ganz andere Ergebnisse haben wir aber in Hinsicht auf die Geräusch-Entwicklung der Lüfter. Ist der 90mm Lüfter des Thermaltake schon bei halber Prozessorlast etwas nervig, verhält sich der Lüfter des Intelkühlers noch ganz ruhig. Da ich hauptsächlich mit Anwendungen arbeite die nicht mehr als 30-50% CPU Zeit benötigen ist mir da der Intel schon sympathischer. Erst wenn die CPU so richtig gefordert wird zeigt der Thermaltake endlich das er auch gute Seiten hat. So läuft der Lüfter mit nur etwas mehr als der Hälfte der Drehzahl des Intellüfters um die CPU nicht zu überhitzen. Das ist aber bei mir nur dann der Fall, wenn ich ein fertig geschnittenes Homevideo ins MPEG-Format rendere. Und die halbe Stunde für ein 30 Minuten-Video kann ich den dann schon sehr lauten Intellüfter verkraften. So oft kommt das bei mir nicht vor. Vielleicht kann man bei beiden noch bessere (leisere) Ergebnisse erreichen wenn man die Originallüfter gegen Silentmodelle tauscht. Der Thermaltake sieht sogar die Montage eines im Durchmesser größeren Lüfters vor. Meiner Meinung nach verdient es der Thermaltake nicht als Silentkühler beworben zu werden. Dafür ist die erreichte Lüfterdrehzahl zu hoch und somit auch die Geräuschentwicklung. Das Wort Silent ist da schon fast ein Hohn. Natürlich, für diejenigen, die ihre CPU regelmäßig an ihre Grenzen treiben, ist der Thermaltake Silent 775 eine durchaus preiswerte Alternative zum Intel Boxed- Kühler. Kostenpunkt etwa 25 Euro. Bei diesem Preis sollte man aber auch keine Wunder erwarten. Wenn man dann noch bedenkt, dass mein P4 530 Prescott 3,0GHz laut Intelspezifikation nur" 85Watt Verlustleistung in Form von Wärme abgibt, ist er für die über 100 Watt- Prescotts wahrscheinlich noch weniger geeignet.  Mich hat er nicht überzeugen können und deshalb werde ich bei nächster Gelegenheit wieder meinen Intel-Kühler einbauen.
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