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Sieben VGA-Passivkühler im Vergleich
Autor:
Martin Eckardt
Publiziert:
09.03.2005
Kategorie:
Sonstige Kühlung
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Thermaltake Schooner

Lieferumfang

 

Der geordnet verpackte Blister-Karton ist einfach zu öffnen, wieder verschließbar und enthält:
  • 2 x Passivkühlkörper + Cu-Außenkühler
  • Dualheatpipe + Externes Modul
  • Universal-Montageblöcke
  • Diverse Befestigungsmaterial
  • Riesen-Tube Silikon-Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung (Englisch)

Technik und Daten

  • Maße Kühlkörper: max. 100 x 150 x 12 mm (Vorderseite) und 84 x 130 x 6 mm (Rückseite)
  • Material: eloxiertes Aluminium / Kupfer
  • 5 mm Heatpipes aus Kupfer
  • Gesamtgewicht: ca. 515 Gramm
  • hitzeabführende Gesamtoberfläche Vorderseite: 1159 cm²
  • hitzeabführende Gesamtoberfläche Rückseite: 446 cm²
  • hitzeabführende Gesamtoberfläche Externes Heatpipe-Modul: 516 cm²

Nach insgesamt drei Modellen der Giant-Serie, die sich aufgrund ihrer winzigen, aber höllisch lauten Zusatzlüfter kaum als Alternative zur leisen VGA-Kühlung anboten, zeigt sich Thermaltake mit dem Schooner wieder einmal sehr einfallsreich und endlich komplett lautlos. Die Clou beim Schooner: Neben den beiden großen internen Kühlflächen wird per Heatpipe ein weitere Kühlkörper aus dem Gehäuse heraus geleitet und profitiert damit von der meist deutlich kühleren Umgebungstemperatur.

   

Mit gut 30 Minuten Aufbauzeit ist der Taiwaner bei weitem kein fix zu montierendes Kerlchen. Dafür tröstet die, zwar englische, aber gut bebilderte und eindeutige Montageanleitung, über diesen Zeitverlust hinweg. Vereinfachend kommt hinzu, dass Thermaltake die Anleitung in drei Sinnabschnitte teilt und jedem Part ein entsprechend gekennzeichnetes Zubehörtütchen zuweist, wodurch der beachtliche Bauteilaufwand dennoch überschaubar gehalten wird. Ebenfalls sehr positiv ist die King-Size-Tube an Silikon Wärmeleitpaste, welche sicher für mehrere Anwendungen reichen sollte.

Etwas unterdimensioniert erscheinen dagegen teilweise die Befestigungsschräubchen für die großen Kühlplatten und die Haltebügel, denn durch unvorsichtiges und zu festes Andrehen verlieren diese schnell ihren Kopf. Erschwerend kommt hinzu, dass die kleinen Screws eigentlich sehr passgenau gefertigte Bohrungen und Abmessungen voraussetzen: Leider gibt's die nicht immer, sodass wir meist nur drei von vier angedachten Schräubchen verwenden konnten. Bis auf diese Tatsachen entspricht das TT Segelschiffchen aber der qualitativen Oberklasse - sowohl die unbehandelten Kupfer- auch auch die eloxierten Aluminiumparts sind von höchster Güte.

   

Sowohl ATI- als auch nVidia-Karten werden mit den gleichen Bauteilen bestückt. Ermöglicht wird dies über einen Universalclip für Vorder- und Rückseite, der sich bequem an die vorgegebenen Löcher anpassen kann. Dies ist zwar beim Einbauen etwas wackeliger, als beispielsweise die fixen Lösungen von BeQuiet, spart aber Material und drückt somit unterm Strich auch den Anschaffungspreis. Ansonsten arbeitet der Schooner mit einer übergreifenden Dual-Heatpipe und dem bekannten Prinzip des größeren Front- und des flacheren Rückseiten-Leichtmetallkühlkörpers, wobei letzterer beim Taiwaner sehr flach gehalten wurde und somit wohl nur sehr bedingt vom kühlenden Hauch des CPU-Lüfters profitieren kann.

   

Der 25-lamellige externe Zusatzkühlkörper hat laut Thermaltake in etwa die gleiche effektive Oberfläche wie die rückwärtige Kühleinheit und wird - optisch nicht wirklich ausgeklügelt - einfach oben auf den Passiv-Kühler geschraubt. Leider gibt es bei Karten mit Doppel-Slotblech arge Probleme, da die ausführenden Heatpipes eine sehr große, mittige Öffnung für sich beanspruchen, gängige Doppellösungen aber nur breite Öffnungen im oberen Slotblech-Abschnitt aufweisen. Uns interessierte daher natürlich, was dieser Cu-Stummel wirklich ausmacht, sodass ein Kurztest schnell Aufschluss bringen sollte:

Wir waren sehr positiv überrascht, dass der unkonventionelle Außenkühler doch eine ordentliche Steigerung hervorrufen konnte und somit nicht nur in die Kategorie "Marketing-Gag" fällt. Insgesamt versperrt auch der Schooner den ersten Nachfolgesteckplatz und macht keine Anstalten, sich um die Grafikspeicherkühlung zu kümmern.

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