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Yeong Yang 4302 - BTX Mini-Gehäuse für Micro und Pico Boards
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BTX - was war das noch gleich? Nachdem die Aufruhr und Skepsis um Intels neuen Formfaktor noch vor einem Jahr recht Groß war, haben sich die Diskussionen aktuell deutlich gelegt. Der Grund dafür ist allerdings weniger das wachsende Verständnis und die steigende Begeisterung für eine komplette Umgestaltung der jahrelang gepflegten und mittlerweile bis zur Perfektion getriebenen Gehäuse-, Motherboard- und Netzteil-Kultur, sondern vielmehr die Tatsache, dass die von Intel als "längst überfällige Ablösung des ATX-Standards, die neben thermischen Problemlösungen noch viele weitere Vorteile bringt," von der Industrie nur zweifelnd und schleppend aufgenommen wird. Während sich die namenhaften Hersteller fast monatlich mit neuen Gehäuseserien, Netzteillinien und Mainboardversionen unter dem ATX-Emblem mit reißendem Erfolg selbst überbieten, dümpelt die Zurschaustellung nennenswerter BTX-Entwicklungen nur so dahin. Ist "Balanced Technology Extended", kurz BTX, tot, bevor es zu leben beginnen konnte? Yeong-Yang hat sich, scheinbar als bis dato einer der wenigen Hersteller, intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt und präsentiert mit der YY-43xx - Serie aktuell zwei zurückhaltend gestaltete Gehäuse, die unter dem Micro und Pico BTX Banner in Kürze auf den Markt segeln werden. Tweakers4u hat sich näher mit dem YY-4302 beschäftigt und schaut, was uns mit BTX erwartet bzw. was uns nach der aktuellen Entwicklung mit BTX entgeht. Technische Eckpunkte und Lieferbeigaben - Minitower für micro BTX und pico BTX
- BTX Thermal Modul Type 1 benötigt
- Abmessungen: 180 mm x 395 mm x 388 mm (B x T x H)
- Gewicht ca. 5,5 Kg ohne Netzteil
- Einschübe
- 2 x 5,25" extern
- 2 x 3,5" extern/intern
- zusätzlicher 2 x 3,5" Rahmen zur Monatge am Gehäuseboden
- 4 Karten-Slotblenden
- 80 mm oder 92 mm Lüfterplatz an der Rückseite
- Herausnehmbarer Staubfilter an der Front
- Schraubenloses Design für Steckkarten und Laufwerke
- Frontseitig Ein/Ausgänge für Audio, Micro, 2 x USB und FireWire
- Produktseite
 Das Gehäuse der Firma Yeong-Yang, deren deutscher Abkömmling kürzlich in Yang-it umgetauft wurde, gibt sich hinsichtlich des Lieferumfangs relativ knauserig: Neben dem Tower liegen lediglich die obligatorischen Schrauben, Gummistandfüße, die dem Gehäuse einen sicheren und rutschfesten Stand auf allen Böden garantieren, Kabelbinder zur richtigen Ordnung sowie ein Zusatzblech zur bedarfsweisen Gehäuseverschließung bei. Eine Anleitung über das Produkt oder den neuen Standard fehlt - lediglich der sichere Lieferkarton hält einige wenige aufgedruckte Informationen über die wichtigsten Eckdaten des Formfaktors bereit. Unserer Testversion wurde unterdessen noch ein passendes Netzteil inklusive Netzkabel mitgeliefert, das in der Verkaufsversion natürlich fehlt. Konstruktion und Verarbeitung Zu einem Preis von deutlich unter 50 Euro kann der Käufer beim YY-4302 keine materialqualitativen Meisterleistungen erwarten. Nichts desto trotz überzeugt die solide und dennoch leichtfüßige Stahlkonstruktion mit einer zufriedenstellenden Güte, ordentlicher - geringfügig fettfingeranfälliger - Schwarzlackierung und sauberer Verbindung der zusammengefügten Bauteile häufig vernieteter, seltener geschraubter Art. Scharfe Kanten wurden auf ein Minimum reduziert, allerdings stehen vereinzelt, beispielsweise bei der Bodenbefestigung der Standfüße, die Nieten auch mit der spitzen Unterseite in den Raum, sodass ein gewisses Verfeinerungspotential im Innenraum zugunsten eines verminderten Verletzungsrisikos noch durchaus besteht. Erscheinungsbild  Bei der Konzeption des des YY-4302 haben die fernöstlichen Gehäuseingenieure wahrlich keine großartigen Gestaltungsorgien zelebriert. Vielmehr hat man sich für den Einstieg in den neuen Formfaktor sicherheitshalber für einen schlichten und etwas konservativ anmutenden Stil entschieden. Die im komplett schwarzen Kunststoffkleid gehaltene und problemlos abnehmbare Frontpartie des Winzlings untergliedert sich dabei grob in drei Funktionsbereiche. Die untere gute Hälfte der Frontstruktur beherbergt eine Vielzahl von Lüftungsschlitzen und gewährt bei seitlicher Ansicht Blick auf das metallische Grundgerüst des Stahlgehäuses. Bei der frontalen Betrachtung wird dieser optische Makel mit Hilfe der versetzt angeordneten, sauber abgerundeten Vertikalverstrebungen kaschiert. Eine adäquate Luftzufuhr in diesem Bereich ist für die BTX-Konstruktion von enormer Wichtigkeit, da in diesem Bereich das Thermal-Modul - der Prozessorkühler und zumeist einziger Systemlüfter - sitzt und die wärmeverlustreichen Komponenten kühl hält.  Darüber liegt das schmale Panel mit den Frontapplikationen für den Line-out, Mikrophonanschluss, Doppel-USB und Firewire in wenig verdeckter, dafür aber gut erreichbarer Position. Die grüne Betriebs- und die orangene Status-LED befinden sich neben dem großen Hauptschalter, der einen etwas schwammigen Druckpunkt bei dumpflauter Plastikklick-Geräuschlage aufweist. Auf einen Reset-Button wurde gänzlich verzichtet. Im oberen Drittel findet ein externer 3,5-Zoll- sowie zwei 5,25-Zoll-Einschübe Platz. Ein weiterer 3,5-Zoll-Schacht kann optional durch den kompletten Ausbau des erwähnten Frontanschluss-Panels ergattert werden.  Erst beim Gang um das Gehäuse, die Seitenteile sind wie die gesamte Außenhaut recht dünnwandig und entsprechend leicht, bis auf ihre grifferleichternde Einkerbung allerdings unauffällig gestaltet und glücklicherweise ohne optisch störende Lüftereinlässe, die in den ATX-Kreationen der verschiedensten Hersteller zuletzt kaum noch weg zu denken gewesen sind, daherkommend, entpuppt sich der YY-4302 als echter BTX-ler. Zwar findet die Netzteilplatzierung wie gewohnt im oberen Part "unter dem Dach" statt und auch die Steckkarten sind in bekannter Manier im unteren Bereich angeordnet, das Motherboard befindet sich allerdings nicht mehr auf der linken, sondern auf der rechten Gehäuseseite. Demnach lässt sich beim YY-4302 nur die linke Seitentür bequem per Thumb-Screw öffnen respektive verschließen, während der Zugang zur anderen Seite über die vernietete rechte Seitenwand gänzlich verwehrt wird.  Trotz der geringen Dimension des Gehäuses hat es Yeong-Yang realisieren können, mit der rückwandigen 92-mm-Lüfteröffnung eine vergleichsweise akzeptable Gehäuseentlüftung zu gewähren. Notfalls kann aber auch ein Ventilator mit 80-mm-Kantenlänge vor die großzügig lamellenartig ausgestanzte Öffnung gepflanzt werden. Da dieser Auslass allerdings ohnehin auf Höhe des vom Thermal-Modul im Inneren verursachten Luftstromes liegt, wirkt der optional eingesetzte Lüfter lediglich unterstützend. Für zusätzlichen Luftaustausch sorgt indess die erweitere Öffnung über diesem Caseventilator.
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