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Zalman VF700-Cu VGA-Cooler im Test
Autor:
Martin Eckardt
Publiziert:
31.12.2004
Kategorie:
Sonstige Kühlung
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Vor wenigen Tagen testeten wir mit dem GlacialTech NorthePole1000 einen extrem potenten, aber auch enorm platzfressenden GPU Kühler, der seine sprichwörtlich arktische Frische mit der Versperrung zweier PCI-Slots erkaufte und somit trotz seiner Leistungsstärke und konkurrenzlosen Silent-Fähigkeit nicht jeden User ansprechen wird. Auf der Suche nach geeigneten Alternativen wird der wählerische Tweaker schnell enttäuscht: Konventionelle Lösungen sind zu schwachbrüstig und lassen zumeist die optische Finesse vermissen, ummantelnde Heatpipelösungen sind teuer und ob ihrer passiven Auslegung ebenfalls nicht in der Lage, adäquat zu kühlen und selbst der vielerorts angepriesene Arctic VGA Silencer vermag aufgrund seines forschen Betriebsgeräuschs nicht in letzter Konsequenz zu gefallen.

Silent-Cooling Spezialist Zalman will sich nun dieser misslichen Lage annehmen und schickt mit dem VF700 seinen neuen Grafikkühlkünstler ins Rennen und vertraut dabei auf das eigens entwickelte, fächerlayoutbasierende Computer Noise Prevention System, kurz CNPS, welches seit Jahren im Bereich der Prozessorluftkühlung begeistert und jüngst mit dem 7700Cu erneut entzückte. Ob der optisch etwas seltsam anmutende, koreanische VGA-Kühl-Spross der erfolgreichen Prozessorkühllinie nacheifern kann, um sich so den Platz an der Sonne zu sichern, wollen wir im Rahmen dieses Reviews herausfinden.

Erneut gebührt unser ausgiebiger Dank dem BBSStore für die prompte Bereitstellung des VGA-Kühlers. In der hier gezeigten Cu-Ausführung ist der Zalman Spross für knapp 29 EUR im Shop zu erstehen. Das Hybrid Alu/Kupfer-Pendant kostet knapp 24 EUR.

Lieferumfang

Die störrische Blisterverpackung enthält:
  • Zalman VF700-Cu Kühleinheit
  • 8 Mini-Alu-Passivspeicherblöcke ZM-RHS1
  • Spannungsadapter: 4Pin auf 3Pin (je 2x 12Volt und 5Volt)
  • Montagematerial inkl. Silikonleitpaste
  • Zalman-Sticker
  • Anleitung in Koreanisch und Englisch (Schemazeichnungen)

Merkmale

  • Maße: 126,4(Länge) x 91 (Breite) x 30(Höhe) mm
  • Gewicht: 270 g
  • Eingebetteter 80mm Lüfter, 1,68 Watt, doppelt kugelgelagert
  • Drehzahl: 1350 (Silent Mode) bis 2650 (Normal Mode) Umdr./min.
  • Geräuschentwicklung: von 18,5 bis 28,5 dBA
  • Speicherkühler: 13x13x6mm, blau adonisiert
  • Kompatibilität: Alle ATI und nVidia Karten mit Serienbohrungen
  • Inkompatibel: Matrox-Karten und nVidia PCX (nicht PCI-Express!) Beschleuniger
  • Produkthomepage

VF-700-Cu im Detail

In Anlehnung an das extrem erfolgreiche Prozessorkühlkonzept verpflanzt Zalman das berühmte Fächerdesign mit dem VF700 auch auf den Grafikchip. Abweichend von den Ausführungen auf der CPU ist es dabei aufgrund der gebotenen Platzverhältnisse nicht möglich, eine symmetrische Lamellen-Schalenformgebung zu realisieren, sodass der VF700 einen charakteristischen, einzigartigen Auftritt erfährt, der je nach Geschmack etwas unharmonisch wirken kann. 

   

Im unteren, boardnahen Bereich wurden die Lamellen sehr kurz gehalten und stehen folglich entsprechend eng gestaffelt. Dagegen weiten sich die hauchdünnen Kupferausläufer im oberen Teil im großen Radius aus und versprechen durch die vergleichsweise weiten Zwischenräume, wie angepriesen, gute Zusatzbelüftung der Grafikplatinen-Bauteile. Die Fertigung erfolgt analog zur Hauptprozessor-Kühlserie, indem die Lamellen zentral mit sehr hohem Kraftaufwand zusammengepresst und darauffolgend entsprechend auseinander gebogen werden. Der Arretierungsbügel mit den vorgesehenen Montagbohrungen ist in einer kleinen Kerbe eingelegt und wird von der aufgeschraubten Metall-Befestigungsplatte des Ventilators sicher gehalten.

   

Deutlich sichtbar sind fertigungsresultierend noch die originalen Fächerverläufe unter dem leicht nach oben versetzt positionierten Zalman 80mm Lüfter. Die Qualität des Gebotenen ist gewohnt perfektionsnahe und absolut tadellos: Das Kupfer blitzt und glänzt im satten Rotbraun, die Auflageplatte ist spiegelnd glatt wie ein frisch geölter Baby-Popo und jede einzelne Lamelle trägt als Gütemerkmal das eingestanzte Zalman-Emblem. Das gesamte Konzept überzeugt mit durchdachter und erfahrener Problemlösung und gefällt im funktionellen Detail, wie beispielsweise der Kunststoff-Lüfterkabelführung, die wirkungsvoll verhindert, dass der Leitungsstrang im Betrieb in den Drehbereich der Rotorblätter gelangt. Ebenfalls klasse: Der mitgelieferte Spannungsadapter ermöglicht die Nutzung gleich vierer 3Pin Anschlüsse, wobei je zwei mal 12 und 5 Volt ausgegeben werden.

   

Mit selbstklebenden Wärmeleitpads ausgestattet, komplettieren acht blau anodisierte BGA-Speicherkühler das koreanische VF700 Set und verleihen dem Aufbau einen netten Farbtupfer. Dabei hätten diese Passivblöcke ruhig etwas größer ausfallen dürfen, wenngleich natürlich je nach Grafikboard-Layout und Speicherplatzierung gewährleistet sein muss, dass die obere Lamellenfront des GPU-Kühlers über sie hinweg zeigen kann.

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