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Der heute im Blickpunkt stehende
Hersteller Scythe dürfte den meisten Anwendern in unseren Breiten bis
dato kaum ein Begriff sein. Diesen Umstand wollen die japanischen Jungs
schnellstmöglich beseitigen und wagen den Einstieg in den europäischen
und deutschen Kühlermarkt mit zwei leistungsstarken und sehr günstigen
Modellen. Dabei erfreuen sich beide Probanden der Sockelkompatibilität
zu aktuellen AMD und Intel Plattformen und zusätzlich variabler
Lüfterleistungs- und Lautstärkeeinstellung. Während man mit dem
Kamakaze Hybridkühler vom Layout an alte Alpha-Zeiten erinnert und der
Spitzenkonkurrenz von Thermalright und AeroCool das Wasser reichen will,
begibt sich der vollkupferne Samurai auf die Jagt der gehobenen
Mittelklasse von Thermaltake und Co. Wir werden sehen, wie sich die
beiden Frischlinge im Vergleich schlagen und ob man Scythe demnächst
bei der Suche nach einem neuen CPU-Kühler auf der Rechnung haben muss.

Für die freundliche Unterstützung und
Ausstattung mit den Testexemplaren bedanken wir uns bei der Firma Scythe.
Aktuell ist man bei Scythe auf der Suche nach deutschen Resellern für
ihre Produkte: Listan, Jet-Computer und Wave Computer sind momentan im
Gespräch. Für Interessierte gibt es auf der Scythe-Homepage eine Liste (
hier
oder hier
) mit vertreibenden Anbietern.
Technische Gegenüberstellung
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KAMAKAZE
Rev. B |
SAMURAI |
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Kühler |
Hybridkühler:
Alu-Stangen, Kupferboden
490 ovale Alu Kühlstäbe je 2,0x1,5mm
Kühlkörpermaße: 70 x 70 x 57mm Komplettmaße: 90 x 85 x 90mm
Komplettgewicht: 690 Gramm
geeignet für 80mm Fans
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Vollkupferkühler
45 Kupferlamellen mit gewellter Oberfläche
Kühlkörpermaße: 83 x 65 x 38 mm Komplettmaße: 98 x 84 x 95
mm
Komplettgewicht: 595 Gramm
geeignet für 80 mm Fans
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Lüfter |
Ventilatoren:
CF-12825BH (RC) 80 x 80 x 25mm
doppelt kugelgelagert
Abschlüsse: 4Pin durchgeschleift ( 45cm )
3Pin Tachosignal ( 33 cm ) Drehpoti > Slotblende ( 65 cm )
Leistungsdaten:
max. 2,7 Watt / 0,22 A
1300 - 3400 rpm
16 - 37 dB(A)
22,8 - 57,1 m³/h
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Freigabe |
Sockel
A: 6-Punkt-Klammer
Sockel 478: Retention Wechselrahmen
Intel: 3,2GHz / AMD: 3400+ und höher |
Sockel
A: 6-Punkt-Klammer
Sockel 478: Retention Wechselrahmen Sockel 754/940:
Mainboardverschraubung
Intel: 3,4GHz / AMD: 3600+ und höher |
| Preis
ca. |
34,90
EUR |
29,90
EUR |
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| Lieferumfang |
Kamakaze
CPU Kühler inkl. Poti-Slotblende Montagekits für AMD
und Intel Schrauben / Silikon-Wärmeleitpaste Montageanleitung
( jap. / engl. ) |
Samurai
CPU Kühler inkl. Poti-Slotblende Montagekits für AMD
und Intel Schrauben / Silikon-Wärmeleitpaste Montageanleitung
( jap. / engl. ) |
Soundcheck Um
einen kleinen ( wohlgemerkt kleinen ) Eindruck von den
Lüftercharakterären zu bekommen, haben wir unseren Soundcheck
eingeführt, der aufgrund primitiver technischer Ausstattung lediglich als
kleiner Hinweis dienen soll. In den mp3-Files lässt sich der Tonverlauf
im Trimmpotiregelbereich der Lüfter von 12V auf 5V nachvollziehen.
Trotz gleichem verwendeten Ventilatoren gibt es Differenzen beim
Rotorensound zwischen den beiden Kühlkonstruktionen.
| Kamakaze |
Samurai |
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Kamakaze Rev. B Alten
Freunden der Alpha Pal Kühlerserie wird der Grundaufbau des Kamakaze sehr
vertraut vorkommen, hat man sich doch bei Scythe stark auf die Prinzipien
des einstigen Top-Kühlers gestützt. Mit einer Kombination aus massiver
Kupferplatte und einer gigantischen Anzahl an in diese eingelassenen
Aluminiumstangen versichert man beste Kühlresultate auf Niveau aktueller
Konkurrenzprodukte.

In
Sachen Verarbeitung braucht sich die günstige Hybrid-Konstruktion in
keinem Fall zu verstecken - sehr fein und filigran stehen 490 ovale
Minikühlstäbe ihren Mann in der 11,5mm mächtigen Kontaktplatte. Lediglich
die an den Ecken des verchromten Lüfterhalters hervorstechenden
Lötstellen fallen etwas negativ ins Gewicht. Die kaum spiegelnde aber
makellos plane Copper-Bodenfläche genießt entsprechend den hohen
Ansprüchen des Kühlers beim Versand den Schutz durch eine Abziehfolie.
Da die Lüfterhaube, welche mit durchgängigen Schrauben direkt am
Kühlerboden fixiert wird, zugleich den Haltemechanismus trägt, entfallen
störende zentrale Halteklammer-Aussparungen, was durch die gewonnene
Oberfläche der Kühlleistung zuträglich sein sollte. Serienmäßig ist
die 6Punkt Klammer für den AMD Sockel A vorinstalliert - Intel User
müssen also vor dem Betrieb entsprechend den Instruktionen der
Bedienanleitung umwechseln.
Der Kamakaze ist wie der Samurai mit
einem drehzahlflexiblen 80mm Ventilator ausgestattet, der mit Hilfe des
leider dauerhaft angeschlossenen Backslot-Potentiometers von kaum
wahrnehmbar bis akzeptabel laut geregelt werden kann. Der Ventilator wird
über ein durchgeschleiftes 4Pin Molex Kabel direkt vom Netzteil mit Strom
gespeist, seine Drehzahlüberwachung geht durch den separaten 3Pin Tacho
allerdings nicht verloren. Noch aus
alten Alpha-Zeiten ist das Phänomen bekannt, dass dieses Kühlerlayout
entgegen nahezu allen heutigen Konkurrenzprodukten mit saugendem
Lüfteraufbau am leistungsfähigsten harmoniert. Und auch Scythe sieht
für beide hier präsentierten CPU-Kühler einen serienmäßig saugenden
Lüfterbetrieb vor. Montage Die
extravagante Montage des Kamakaze auf dem Sockel A veranlasst uns leider
zu keinerlei Jubelstürmen - im Gegenteil. Versucht man im eingebauten
Motherboardzustand unter beengten Platzverhältnissen den relativ
großvolumigen Kühler zu arretieren, wird man unter Umständen einige
Minuten knobeln dürfen. Das Prinzip ist klar: Die seitlich sitzenden
Montageschrauben müssen weit herausgedreht werden, um dem Haltebügel
genügend Spiel zu ermöglichen. Im Folgenden wird der Kühler auf der CPU
ausgerichtet und versucht, die Halteösen möglichst sicher unter die
Sockelnasen zu klemmen. Leider fehlt aufgrund der Kühlergröße die
Übersicht und bedingt durch die nach innen gebogene Halteklammer rasten
die Ösen nur schwer sichtbar ein, sodass entweder eine dritte Hand, oder
zumindest die Montage mit ausgebauten Mainboard empfehlenswert ist.
Glückt es letztendlich aber doch, werden die beiden Schräubchen
abwechselnd bis zum Anschlag eingedreht, woraus ein satter und
referenzmäßiger Anpressdruck resultiert.
Damit
steht für uns zweifellos fest, dass der vom Hersteller versprochene
simple und leichtgängige Montageakt zumindest auf dem Sockel A nicht
eingehalten wird. Aufgrund des hohen Gewichts und des vermittelten
Unsicherheitsgefühl der Halteklammer empfehlen wir einen montierten
Transport nicht.
Auf der nächsten Seite setzen
wir mit der Betrachtung des Samurai und den Testdurchläufen fort.

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