Das Verhältnis der Tweaker-Gemeinde zu den Produkten von Thermaltake lässt
sich recht einfach beschreiben: Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Von
Haus aus sind sie meist groß und laut - allerdings auch leistungsfähig.
Bereits im Frühjahr 2003 kam die Tweakers4u-Redaktion ja bereits in den
Genuss eines Aquarius II-Wasserkühlungssets, welche uns leider nicht sehr
überzeugen konnte: Sie war klein, relativ leise und eher schwachbrüstig.
Auch für die Thermaltake-Fangemeinde war es aufgrund des Bruches mit der
Firmentradition eine herbe Enttäuschung. Und nun versuchen die Taiwanesen
eben diesen Fehler rückgängig zu machen: Die Aquarius III - wieder
ein Komplettset - soll ihnen endlich auch in der Wasserkühlungsszene einen
Namen bereiten. Ob der kleinen Kiste das gelingt, wollen wir sehen.
Bevor alles allerdings ans Eingemachte
geht, gilt unser Dank einmal mehr Thermaltake
Taiwan für die Zusendung einer der ersten Testsamples einer Aquarius
III.
Lieferumfang
Typisch: Die Insulaner mit den zwei Ts lassen sich nicht lumpen. Obwohl die
Hälfte der großen Verpackung aus Schutzmaterial besteht, ist die
Menge an Zubehör nicht zu verachten:
Aquarius III "Main Unit"
Kühlblock
PCI-Blende mit Schlauchkupplung und Stromversorgung
Sub-D-Stromkabel
H-Backplates für Pentium 4 und AMD K8
Bügelhalterungen für AMD K7
Schläuche mit Knickschutzfedern
Sekisui Wärmeleitpads
Silmore Wärmeleitpaste
Ausgleichsbehälter
Kühlwasserzusatz
"XaserBag"-Tragetasche
Bedienungsanleitung
Wir sehen: Wie immer Alles dabei. Zur Unbetriebnahme benötigen wir lediglich
etwas destilliertes Wasser und ein paar Minuten Zeit.
Die Main Unit
Der erste Eyecatcher, sobald wir die Verpackung öffnen: Die Haupteinheit
der Wasserkühlung. Sie ist schon etwas Besonderes und es lässt sich
durchaus als "imposant" bezeichnen, was Thermaltake hier konstruiert
hat: Das Gehäuse ist etwas kleiner als ein Schuhkarton, besteht vollständig
aus Aluminium und beinhaltet Radiator (samt Lüfter) sowie eine Pumpe. Wie
sich später herausstellen sollte, dient der gesamte Korpus als ein einziger,
großer Kühlkörper (ähnlich dem taufrischen Zalman-Gehäuse
TNN500A-HS1), worauf bereits die Kühllamellen an beiden Seiten hindeuteten.
Sofort erkennbar ist auch, dass inzwischen (leider?!) bei Thermaltake übliche
Xaser-Design. In Verbindung mit einem solchen Tower macht die Kühlung natürlich
einen perfekten, optischen Eindruck. Aber auch ohne CS-601-Derivat kann man
sich damit sehen lassen.
Auf der Unterseite der 4300 Gramm schweren Einheit befindet sich ein kleines
Lüftergitter, durch welches ein 80mm-Lüfter weiter innen im Gehäuse
Luft ansaugt. Der Sinn einer freischwebenden, blauen LED hinter diesem Gitter
(welche offensichtlich zu schwach ist, um einen Unterbodenbeleuchtungs-Effekt
hervorzurufen) ist aber fragwürdig. Bedeutend schöner anzusehen ist
die Wasserstandsanzeige, welche in die linke Seitenwand eingelassen ist. Die
mithilfe riesiger Lettern angebrachte und so selbst für Halbblinde erkennbare
"Low"-Markierung wird von einer - diesmal fest installierten - blauen
LED angestrahlt und erlaubt eine fixe Kontrolle des Wasservolumens. Auf der
Rückseite findet sich neben den verriegelbaren Schlauchkupplungen und dem
Stromkabeleingang ein 80mm-Lüftergitter, welches den Blick auf den Radiator
freigibt. Wie beim Vorgänger besteht er vollständig aus Kupfer und
auch die Finnen sind wieder nahezu nahtstellenfrei aneinander gelötet.
Zuletzt zur Front: Wir finden zwei identische Temperaturanzeigen vor - ein Fühler
befindet sich direkt im Kühlwasser, der andere lässt sich im Zuge
der Montage an einem beliebigen Ort festkleben. Wir wählten, wie im Handbuch
empfohlen, eine Seite des Kühlblockes. Beide Anzeige lassen sich einzeln
abschalten, die Hintergrundbeleuchtung bleibt aber immer aktiv. Eine Umschaltung
zwischen Celsius und Fahrenheit ist ebenso eingebaut wie die Speicherung von
Minimal- und Maximaltemperatur. Mithilfe eines Schraubenziehers lässt sich
auch eine Alarm-Grenztemperatur einstellen. Laut Handbuch soll im Notfall die
Beleuchtung ins Rote wechseln und eine akustische Warnung abgegeben werden -
bestätigen können wir dies aber nicht, da wir die Mindest-Alarmtemperatur
von 38° C nie erreichten *G* Die Umdrehungszahl des internen Lüfters
lässt sich mithilfe des leichtgängigen und hochwertigen Drehreglers
an der Front regulieren und wird auch von einer roten Sieben-Segmentanzeige
ausgegeben. Dieser Fan-Speed-Monitor besitzt drei weitere Kanäle, von denen
zwei aber ständig "0" ausgeben. Der letzte gibt einen Wert von
etwa 3000 aus, ist aber in der Bedienungsanleitung nicht dokumentiert.