NAVIGATION:
NEWS  
TESTS  
CHARTS  
ARTIKEL  
LEXIKON  
TOOLS  
FORUM  
IMPRESSUM  
   
 REVIEW - SUCHE:
 
 
 PARTNER:
 All-Inkl.com
Hosting

GEIZHALS.at
Online-Preisvergleich

3DChip
3rd-Bit
BenchONE
MhzPower
ModdingFAQ
ModdingTech
PQtuning
Twinsbyte






* Kombi-Kühler für AMD und Intel: Thermaltake Polo 735 *

Hersteller:  Thermaltake
Produktname:  Combo Cooler Polo 735
Vertrieb:  Frozen-Silicon
Preis:  ca. 35 - 40 EUR

Getreu dem Firmenmotto "cool all your life" präsentiert Hersteller Thermaltake erneut einen interessanten Prozessorkühler auf Basis des mittlerweile sehr erfolgreich am Markt vertretenen Volcano 12. Anders allerdings als seine Kumpanen aus der Volcano Serie geht der Polo 735 einen neuen Weg der Plattformunabhängigkeit, welcher speziell in der aktuellen Übergangssituation ein nicht unentscheidendes Kaufkriterium darstellen könnte. So verschafft sich der neue Combo-Cooler die Ehre auf den auslaufenden Silizium-Gebäcken des Sockel A, auf den aufstrebenden 754er Sockeln der Hammer Generation sowie auf der weit verbreiteten Pentium 4 Plattform mit 478 Pins. Restliche Eigenschaften stimmen weitestgehend mit dem Volcano 12 überein, so auch der weitreichende Funktions- und Lieferumfang der Zusammenstellung. Wir testen den Polo 735 als Nachzügler auf unserer altbewährten Sockel A Plattform und beleuchten, inwieweit die Thermaltake-Konstruktion zur aktuellen und erst kürzlich ausgeloteten Weltspitze zählt.

Unser Dank gebührt einmal mehr Thermaltakes flotter Bereitstellung, sodass Tweakers4u-Leser schon vor der Markteinführung informiert werden können.

Der Lieferumfang präsentiert sich TT-typisch komplett und sinnvoll ausgewählt. In der wiederschließbaren Blisterverpackung findet der Käufer den fast komplett vorinstallierten Combi-Kühler sowie zwei Lüftersteuerungen in Dreh-Poti-Form, welche dem User wahlweise erlauben den Triple-Blade Ventilator von der Gehäuserückseite über das Slotblech oder an der Vorderseite über die 3,5Zoll Aluminium-Regelung stufenlos zu trimmen. Um seiner Allround-Fähigkeit gerecht zu werden, liegen entsprechende Montage- und Haltevorrichtungen für die verschiedenen Sockel bei, welche zusätzlich noch am Kühler angebracht werden müssen. Eine anschauliche englische Montageanleitung dokumentiert hierfür säuberlichst illustriert jeden Schritt separat für die drei Plattformen - so soll's sein! Ein Tütchen Silikon Wärmeleitpaste, ein Wärmeleitpad, diverse Schräubchen und ein Temperatursensor für die erweiternde Lüfterfunktion vervollständigen die Lieferbeigaben.

Merkmale

  • Vollkupferkühler im 80mm Layout mit 66Fins ( "density" Design )
  • Maße Kühlkörper: 82 x 65,6 x 49 mm
  • Gewicht: ca. 732 Gramm
  • Lüfter: Everflow - doppelt kugelgelagert - 3 Rotorblätter ( "triple blade" )
  • Maße Lüfter: 80 x 80 x 32 mm ( wahlweise auch 70mm Bohrungen vorhanden )
  • Lärm: 21 bis 48 db(A) - Herstellerangaben
  • Leistungsaufnahme von 0,96 bis 5,4 Watt - 4Pin Anschluss
  • Drehzahl sequenziell: ca. 2000 bis 5500rpm
  • Temperaturgesteuert: 2000 bei 20°C bis 5500 bei 55°C
  • Volumenstrom von 45,5 bis 125 m³/h
  • 6 Punkt Halteklammer Sockel A
  • 2 Punkt Federverschraubung Sockel 754
  • Dual Clip Befestigung Sockel 478
  • Freigabe: 3,2Ghz und aufwärts

Kühler im Detail

Wie bereits erwähnt, ist die kupferne Basis vom Polo identisch mit dem Layout des Volcano 12. Warum sollte man auch ein derart leistungsfähiges Design ändern, zeigte es sich doch durchaus konkurrenzfähig zu den Entwicklungen von Thermalright und Zalman. Allerdings hat der fast 750 Gramm schwere Koloss auch so seine Schwächen: Die Verarbeitung ist als durchgängig hochkarätig und einwandfrei zu bezeichnen, allerdings stellen die sehr dünn geschnittenen Kupferlamellen leichte Angriffpunkte für Krafteinwirkungen dar, sodass unser Sample transportbedingt teilweise geringfügig verbogene Kühlflächen aufzeigte. Die Bodenplatte zeigt sich TT-typisch nicht sehr spiegelfreundlich und schimmert eher matt vor sich hin, kann aber trotzdem als ausgezeichnet plan beschrieben werden. Auffällig sind zudem die unzähligen Thermaltake Schriftzüge an nahezu allen Stellen, die wir zwar von den Taiwanesen gewohnt sind, allerdings könnte man sich bei aller Selbstverliebtheit und Eigenwerbung hier und da doch etwas bedeckter geben... .

   

Die chromähnlich glänzende Lüfterhaube des Volcano 12 wurde beim Polo nicht weitergeführt, sondern musste einem baugleichen, aber matt blau lackierten Modell weichen. Dieses ist über vier kleine Schräubchen seitlich an der Bodenplatte befestigt und muss vor der ersten Inbetriebnahme kurzzeitig demontiert werden, um die jeweiligen Sockel-Haltevorrichtungen entsprechend anzubringen bzw. in die Lamellenaussparung einzulegen. Passendes Feinwerkzeug sollte also parat liegen. 

Detailpremiere feiert der neue Fan-Grill, welcher laut Aussagen von Thermaltake keinerlei negativen Einfluss auf die Kühlleistungen und Lärmcharakteristika mehr haben soll. Bereits bekannt dagegen ist der mächtige Tripe-Blade Ventilator mit 32mm Bauhöhe, welcher seinen Vergleich zum Delta bereits erfahren musste und bei ähnlicher Geräuschkulisse leicht schwächer abschnitt. Nichts desto trotz gehört der Lüfter aus dem hause Everflow zu den imposantesten Vertretern seiner Zunft und wurde berechtigterweise mit einer Lüftersteuerung kombiniert. Mit knapp 50 dbA Herstellerangaben bei voller Drehzahl und einem Luftfördervolumen von über 120 m³/h, sollte man Mütze und Ohren lieber festhalten :o) Über einen der beiden Trimmregelungen kann man den Ventilator dann sogar auf ein angenehmes Niveau bremsen, welches das tägliche Arbeiten am PC nicht zu Qual ausarten lässt. Optional ist auch der Einsatz "künstlicher Intelligenz" möglich: Der mitgelieferte Temperatursensor kann einfach an den Ventilator gesteckt und beliebig im Gehäuse ( am besten unter der CPU ) platziert werden und regelt so die Lüftergeschwindigkeit je nach Bedarf linear im Bereich von 2000rpm bei 20°C bis 5500rpm bei 55°C. Wir empfehlen allerdings die manuelle Bestimmung der Drehzahlen.

   

Der "triple blade" Rotor wird über einen durchgeschleiften 4Pin Molex mit Strom versorgt. Die Drehzahlauslese kann dennoch geschehen, da das entsprechende Kabel separat ausgeführt wird. Leider ist es so nicht möglich, den Ventilator beispielsweise an eine Lüftersteuerung anzuschließen, welche über herkömmliche 3Pin Anschlüsse fungiert. Hier könnte man der gesamten Konstruktion etwas mehr Flexibilität und Kompatibilität spendieren.

Montage

Die Fixierung an den Sockeln erfolgt über die drei speziellen Vorrichtungen, was bei den einzelnen Plattformen etwa so aussieht:

Wir greifen wie bereits angekündigt auf die Sockel A Variante zurück und montieren dementsprechend die 6Punkt Haltebrücke des Polos. Aufgepasst: Die Klammer darf keinesfalls falsch herum eingelegt werden, die Aussparung in der Bodenplatte muss mit der Schraubendreheröse der Klammer übereinstimmen. Um den Kühler nun ohne Gefährdung der Hardware montieren zu können, sollte die Halteklammer wie im unteren Bild ausgerichtet werden, sodass die zuerst zu montierende Seite etwas unter der Bodenplatte klemmt. Mit dieser Methode lassen sich die Ösen leichter einrasten ohne den Kühler großartig ankippen zu müssen und eventuell Beschädigungen am sensiblen CPU Kern zu riskieren. Ist dies geschafft geht das Fixieren der zweiten Seite kinderlicht von der Hand, da sich durch simples Aufbiegen der Klammer mit Hilfe eines Schraubendrehers die Klammer ohne Schwierigkeiten einfädeln lässt.

 

Vom Gewicht liegt der Polo mit über 700Gramm weit über dem Sockel Limit von AMD. So lautet unsere Empfehlung: Ist kein extrem vorsichtiger Transport garantiert, sollte der Kühler lieber vorher abgenommen werden. Nichts desto trotz dürften Platzprobleme und Inkompatibilitäten ausgeschlossen sein.

Testsystem und Referenzwerte

Wie immer gilt natürlich, dass die von uns ermittelten Werte lediglich auf genau unserer Plattform nach genau unserem Testverfahren reproduktiv sind. Kleinste Abweichungen von den aufgeführten Messbedingungen können die Ergebnisse schon erheblich verfälschen. Auch die Leistung der Kühler / Lüfter Kombinationen können lediglich als Anhaltspunkt gesehen werden und stellen keinesfalls allgemeingültige Richtwerte dar. Schon die Wahl eines anderes Gehäuses, die Ausrichtung des Mainboardsockels oder die Verwendung von Gehäuselüftern kann sowohl die Ergebnisse, als auch die Abstände zwischen den einzelnen Kühlern erheblich beeinflussen.

  • AMD Athlon XP Palomino 2000+ bei 2,05Volt
  • Silber beschichteter Kupfer-Schutz-Spacer
  • Kontaktmittel: Arctic Silver 
  • Epox 8K5a2+ mit KT333 ( Sockelfühler )
  • Terratec GeForce FX 5800Ultra Silent Mod
  • Yeong Yang YY-5601 Midi Tower ( ohne Gehäuselüfter )
  • Sharkoon Low Noise Netzteil SHA300-8P
  • Umgebungstemperatur: ca. 20°C
  • OS: Windows XP Prof.
  • Auslese: Motherboard Monitor 5
  • Auslastung: Tweakers4u Toaster 1.7

Unser mittlerweile standardisiertes Testverfahren auf unserer beliebten Extrem-Plattform kommt natürlich auch beim Polo zum Zuge. Getestet wird im geschlossenem Gehäuse ohne aktivierte Gehäuseventilation. Die Auslastung der CPU erfährt die heiße Palomino CPU durch unseren Toaster in der Version 1.7 in einem dreißigminütigen Durchlauf nach mindestens dreißig Minuten absolvierter Betriebszeit. Danach werden ca. zehn Minuten zum Abkühlen im Leerlauf eingeplant.

Leider kam der Polo 735 wie angesprochen etwas zu spät, um in unseren großen Kühlertest hereinzurutschen. Da es müßig wäre, alle dort erzielten Resultate der verschiedenen Kühler erneut zu ermitteln, ziehen wir als neue Referenz AeroCool's Award Gewinner HT-101 in unserer speziellen, extrabreiten und unglaublich imposanten Double-Triple-Blade-Edition heran :o) Zusätzlich natürlich auch im Single Betrieb mit dem leistungsstarken Triple-Blade Lüfter von Thermaltake bzw. Everflow.

   

Messergebnisse

Deutlich zu vernehmen ist, dass der Polo 735 bei gleichem Lüfteraufbau teilweise doch noch ein ganzes Stückchen hinter dem HT-101 und somit hinter der aktuellen Spitzenklasse zurückliegt. Diese Schwäche wird besonders im 12Volt Betrieb deutlich, indem der Vorsprung des einfach bestückten AeroCool's schon riesengroß ist und durch den doppelten Lüfteraufbau noch erweitert wird. Erfreulicher weise rückt der Polo 735 aber zumindest unter 7Volt und somit im deutlich alltagsnäherem Betrieb dem HT-101 auf die Pelle, was fast noch höher einzuschätzen ist, als eine gute Performance mit brachialem Lüfteraufbau. Insgesamt kann also von einem guten Leistungscharakter ausgegangen werden.

Auffällig während der Testphase: Der HT-101 konnte die Gehäuseinnentemperatur stets knapp 3 bis 5°C niedriger halten, als der Polo 735. Dies rührt daher, dass der HT-101 bauartbedingt schon aktiv an der Gehäuseentlüftung werkelt und durch seine entsprechende Lüfterausrichtung warme Luft aus dem hinteren 120mm Blowhole unseres Testgehäuses blies. Wie bei allen "gewöhnlichen" Lüfterlayouts hat also auch der Thermaltake-Spross mit der so ständig steigenden Innenlufttemperatur zu kämpfen.

Pro und Contra

+ gute Kühlleistung ( speziell 7Volt )
+ Dokumentation und Lieferumfang
+ Materialeinsatz
+ Flexibilität in Lautstärke und Kühlleistung
+ Plattformunabhängigkeit
+ Preis-Leistung stimmt

- enormes Gewicht
- magerer Beitrag zur Gehäusekühlung
- empfindliche Lamellen ( verbiegen schnell )
- Stromversorgung Lüfter ( 3Pin Molex erhöht Kompatibilität z.B. zu anderen Lüftersteuerungen )

Einschätzende Worte

Thermaltake zeigt mit dem Polo 735 eine ordentliche Allround-Lösung für alle aktuellen Plattformen auf der Basis eines erfolgreichen Sockel A Kühlers - klar also, dass man hier nicht sonderlich viel falsch machen konnte. Und so stellt der Kombi-Kühler eine durchaus akzeptable und flexible Konstruktion dar, auch wenn das letzte Quäntchen Besonderheit fehlt. Die Leistung ist insgesamt mit gut zu beurteilen, lediglich im absoluten Spitzenbereich geht dem Kupferkoloss die Luft aus. Verarbeitung und Lieferumfang sowie Dokumentation und Funktionalität sind in allen Fällen überzeugend - die Montage auf den verschiedenen Systemen mit gewissen Vorkenntnissen kein Problem. Alles in allem also eine solide Vorstellung im Lautstärkebereich von erfreulich akzeptabel bis höllisch laut und pfeifend. Hinzu gesellt sich eine Preiserwartung, die bei etwa 35 EUR liegt - genauere Angaben können erst bei Markteinführung getroffen werden. Dann auch sollte der Polo 735 beim deutschen Vertreiber von TT-Produkten, Frozen-Silicon, erhältlich sein. Wir wollen an dieser Stelle nicht vom Kauf abhalten.

Für die Bereitstellung sei an dieser Stelle noch einmal der Dank an Thermaltake gerichtet. Sind eurerseits noch Fragen zum Thema, bitte stellt diese im Forum.






Momentan sind User online.

* webdesign & coding by Oxit.de - Mediengestaltung & Programmierung | copyright by tweakers4u.de *