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Technische Daten, Bilder und mehr zur X1800, X1600 & X1300

Lange Zeit hat man spekuliert, gemutmaßt, sich mit Gerüchten herumgeschlagen um ATIs neue Grafikkartengeneration, die seit Monaten auf sich warten lässt, während sich die nVidia GeForce 7800er Konkurrenz bereits munter verkauft. Doch so langsam manifestieren sich die Informationen zur neuen ATI Riege, welche wohl in drei Grundversionen X1800, X1600 und X1300 ab Anfang Oktober offiziell vorgestellt und auch erhältlich sein werden soll und über das Shader Model 3.0, High Dynamic Range (HDR) Lighting und H.264 (MPEG-4) Decoding verfügen wird.

Die leistungsmäßige Spitze der Fahnenstange wird dabei von den X1800 Modellen übernommen, die es basierend auf dem R520 in vier verschiedenen Versionen geben wird. Die nackten technischen Danten der 90-nm-Beschleuniger scheinen auf dem Papier zunächst etwas schwachbrüstig, hatte man doch bei den High-End Varianten 24 (wie beim 7800 GTX) oder gar 32 Pixelpipelines erwartet, doch ersten zaghaften Meldungen zufolge ist die Architektur des Chips im Vergleich zum Vorgänger intern derart optimiert wurden (z.B. ein interner 512bit Speicherbus und eine erhöhte Anzahl an Shadereinheiten), dass diese theoretischen Muskelspielchen für den R520 nicht von Nöten sein werden. Speziell aufwändige Shader-Berechnungen soll der "Neue" konkurrenzlos schnell hinter sich bringen und damit den aktuellsten 3D-Titeln Flügel verleihen. Weiterhin beherrschen natürlich alle Karten dieser Reihe den CrossFire-Betrieb, sofern zusätzlich eine entsprechende Master-Karte erworben wurde.

Im mittleren Leistungs- und Preissektor will ATI mit der X1600 punkten. Die Karten auf dem 90-nm-RV530 wurden hinsichtlich ihrer internen (256bit) wie externen (128bit) Speicherbandbreite und Pixelpipeline-Zahl beschnitten. Weiterhin ist die Verwendung von DDR1 Speicher bei einigen Modellen genauso denkbar, wie weitere Low-Cost-Versionen mit 64bit Speicheranbindung. Zudem berichten die Quellen vom recht niedrigen Stromverbrauch der Chips im Bereich zwischen 25 und 60 Watt.

Der unterste Kosten- und Performancebereich wird mit der X1300-Reihe auf  RV515-Basis abgedeckt, die sich wohl eher über den verheißungsvollen Namen als über wirkliche Leistungsfähigkeit verkaufen werden wird.

Zur Übersicht die vorläufigen Spezifikationen der ATI-Next-Generation:

  Chip
Codename
Pixel-
Pipelines
Chiptakt
[MHz]
RAM-Takt
[MHz]
RAM-Bus
[Bit]
Speicher
[MByte]
Preis
[US-$]
Radeon X1800 Serie
XT R520 16 600 700 256 512 599
XL R520 16 550 625 256 512 499
Pro R520 16 500 500 256 256 449
LE R520 12 450 450 256 256 349
Radeon X1600 Serie
XT RV530 12 600 700 128 128-512 199
Pro RV530 12 500 400 128 128-512 ?
Radeon X1300 Serie
Pro RV515 4 550 500 128 ? 99
LE RV515 4 450 400 64/128 ? ?
LE-MH RV515 4 450 500 32 32-128 ?

Neben den ersten Bildern zur X1800 XT (siehe unten) wurden bereits erste höchst spekulative 3DMark05 Werte der gleichen Karte, übrigens mit Dual-Slot-Kühlung, veröffentlicht. So erreichte die VR-Zone mit ihrem Sample, welches mit 500 MHz Chip- und 500 MHz Speichertakt betrieben war, etwa 7000 Punkte. Unterdessen konnten die Jungs von HKEPC mit einem höher getakteten Modell (650 MHz Chip- und 700 MHz Speichertakt) knapp 8600 Punkte erzielen. Sollten sich diese Werte bewahrheiten, hätte zumindest die GeForce 7800 GTX-Führung im Einzelbetrieb beim synthetischen Futuremark Benchmark ausgedient. Wie sich die neue Radeon im Crossfire-Betrieb und in den wirklich wichtigen Disziplinen schlagen wird und ob es pünktlich zur Vorstellung auch erste Karten in den Handel schaffen werden, wird sich zeigen.

AGP-Varianten wird es voraussichtlich wohl nur für die kleineren Derivate ab X1600 abwärts geben.







14.09.2005, 18.41 | Autor: Martin Eckardt | Quelle: Hartware


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