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Gigabyte 3D1 mit Dual 6600GT auf einem Grafikboard
Die SLI-Technik von nVidia ist eine leistungsmäßig interessante, aber enorm kostspielige Angelegenheit und daher für die wenigsten User greifbar. Wer sich aber dennoch von der dualen Grafikleistung inspirieren lässt, könnte in der neuen Gigabyte 3D1 Dual-Chip seine Erfüllung finden. Clou der Karte, welche vorerst leider nur für den PCI-Express angedacht wird, ist das parallele Arbeiten von zwei vollwertigen GeForce 6600GT Chips auf einem Board. Das bedeutet im Klartext: - 2x GeForce 6600GT Chips à 500MHz
- 2x 128MB DDR3 Speicher à 600MHz
- 2x 128Bit Speicherbandbreite (Marketingbezeichnung: 256Bit)
Das wirklich Erstaunliche und Erfreuliche nach derzeitigem Wissensstand ist, dass sich die Leistung beider Chips effektiv fast addieren lässt, sodass die Gigabyte 3D1 eine höhere Performance als nVidias und ATIs aktuelle High-End Karten verspricht. Zudem soll der Leistungszuwachs nicht so signifikant Applikationsabhängig sein, wie bei einer entsprechenden SLI-Konfiguration, sodass Gigabyte mit dieser Dual-6600GT einen echten Geheimtipp abliefern könnte. 
Entscheidendes Kriterium dürfte wie so oft die Preisgestaltung sein: Auch hier verspricht die 3D1 günstigere Konditionen, als die Spitzenmodelle GeForce 6800Ultra oder Radeon X850XT Platinum, welche derzeit bei über 500 EUR liegen. Erste Mutmaßungen sprechen von ca. 350 EUR mit Tendenz nach unten, was angesichts der Leistungsfähigkeit der Karte, welche sich ersten vom Hersteller veröffentlichten Benchmarks entnehmen lässt, ein echter Hit wäre. | | 3DMark 2003 (3.4) | | Gigabyte 3D1 Dual-6600GT | 14.293 | | Dual GeForce 6600GT SLI | 13.540 | | Radeon X850 XT Platinum | 13.271 | | GeForce 6800 Ultra | 12.680 | | Single GeForce 6600GT | 8.240 | | System: Athlon 64 3000+, Gigabyte GA-K8NXP-SLI, 512 MB DDR400, WinXP |
Wir sind natürlich mehr als gespannt, wie sich dieses interessante Produkt durchsetzen und vor allem, welche Performance die 3D1 unter echten 3D-Spielen im Vergleich zu den teuren High-End Modellen abliefern kann. Sollte sich der angestrebte Preis allerdings bewahrheiten, könnte der Absatz der ATI und nVidia Spitzenmodelle gehörig ins Trudeln kommen.
19.12.2004, 20.45 | Autor: Martin Eckardt | Quelle: Hartware
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